Im Landratsamt Göppingen gibt es ab sofort eine neue Infostelle des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Mit der Einrichtung des neuen Standorts wird die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Göppingen und dem Geopark weiter vertieft.
Der Landkreis Göppingen liegt zu großen Teilen innerhalb der Gebietskulisse des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb und ist reich an bedeutenden geologischen Besonderheiten und Fossilienfundstellen aus der Jurazeit. Ein besonderes Highlight ist ein rund 180 Millionen Jahre altes Fischsaurier-Fossil im Landratsamt, das an die Fossilienschätze im Posidonienschiefer des Landkreises erinnert – darunter auch der europaweit bedeutende Fischsaurierfriedhof von Eislingen.
„Der Fischsaurier hier im Landratsamt ist ein Botschafter aus einer anderen Zeit. Als Landkreis wollen wir die geologischen Schätze der Schwäbischen Alb sichtbar machen. Umso mehr freue ich mich, dass sich unsere Besucherinnen und Besucher nun an der neuen Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb umfassend darüber informieren können”, sagte Landrat Markus Möller zur Einweihung. Der Geopark macht Lust auf die Geologie in unserer Region. Und wir wollen Lust auf den Geopark machen. Die mittlerweile 25. Infostelle ist deshalb ein klares Bekenntnis des Landkreises Göppingen zum Geopark”, betonte Landrat Markus Möller.
Der Geopark-Vorsitzende Ulrich Ruckh, Bürgermeister von Schelklingen, ergänzte: „Die neue Geopark-Infostelle im Landratsamt informiert über Erdgeschichte, Landschaftsentwicklung und die geologischen Besonderheiten des Landkreises und macht die erdgeschichtliche Vergangenheit der Region für Besucherinnen und Besucher sichtbar und verständlich.“
Zu den regulären Öffnungszeiten können sich Besucherinnen und Besucher im Foyer des Landratsamts Göppingen ab sofort über den Geopark und die Geologie der Schwäbischen Alb informieren – und dabei einem 180 Millionen Jahre Fischsaurer-Fossil aus der Jurazeit begegnen.
Infostellen als Netzwerk des Geoparks
Geopark-Infostellen vermitteln Erdgeschichte sowie Landschaft und Kultur der Schwäbischen Alb und setzen jeweils eigene thematische Schwerpunkte. Gemeinsam bilden sie das Netzwerk der Infostellen im UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb. Mit der neuen Infostelle ist der Landkreis Göppingen wieder Teil dieses Netzwerks, nachdem das Naturkundemuseum Göppingen als bisherige Anlaufstelle derzeit geschlossen ist. Zum Geopark im Landkreis gehören außerdem die Geopoints Kalktuffterrassen Unterdrackenstein und Vulkanschlot Aichelberg; weitere Standorte wie die Hausener Wand sollen folgen. Perspektivisch könnte auch das Thermalbad Überkingen das Infostellen-Netzwerk ergänzen.
Foto (Landratsamt Göppingen) v.l.: Bei der Einweihung der neuen Infostelle im Landratsamt Göppingen: Jochen Haas, Kreiskämmerer im Landratsamt Göppingen, Iris Bohnacker, Geschäftsführung UNESCO Geopark Schwäbische Alb; Ulrich Ruckh, Geopark-Vorsitzender; Landrat Markus Möller; Florian Pointke, Tourismusmanager Landkreis Göppingen.
Über den Geopark Schwäbische Alb
Der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb macht das einzigartige erd- und kulturgeschichtliche Erbe der Region erlebbar und vermittelt Wissen über die Entstehung der Landschaft. Die Gebietskulisse umfasst rund 6.200 Quadratkilometer und erstreckt sich über die gesamte Schwäbische Alb.
2015 wurde das Gebiet von der UNESCO als UNESCO Global Geopark ausgezeichnet und in das internationale Netzwerk aufgenommen. Weltweit gibt es derzeit 229 dieser Modellregionen, die sich für den Schutz, die Vermittlung und die nachhaltige Entwicklung geologisch bedeutender Landschaften einsetzen.
Zum Netzwerk des Geoparks gehören 25 Infostellen – darunter Schauhöhlen, Museen, Naturschutzzentren und Bildungseinrichtungen –, 40 Geopoints als Stationen der „Reise in die Erdgeschichte“ sowie 13 Geopark-Schulen.
Träger ist ein gemeinnütziger Verein mit zehn Landkreisen der Schwäbischen Alb sowie den Städten Beuren, Schelklingen und Steinheim am Albuch. Vorsitzender ist Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh, Dipl. Geologin Iris Bohnacker hat die Geschäftsführung innen. Die Geschäftsstelle des UNESCO Geoparks befindet sich in Schelklingen.
2025 feierte der UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb sein zehnjähriges Bestehen als UNESCO-zertifizierter Geopark.
PM UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb