Am Dienstag Kundgebung vor IBM Zentrale zur zweiten Verhandlungsrunde

Am Dienstag, 24. März, ruft ver.di anlässlich der zweiten Verhandlungsrunde zum Entgelt für die rund 5.000 IBM Tarif-Beschäftigten in den tarifgebundenen Konzerngesellschaften in Deutschland zu einer Protestkundgebung vor der Unternehmenszentrale am IBM Technology Campus Ehningen auf. In der ersten Verhandlungsrunde am gestrigen Donnerstag im Tower One in Frankfurt am Main stellte die IBM explizit eine Nullrunde für alle Tarifgehälter und Ausbildungs- sowie Studierendenvergütungen in Aussicht. Stattdessen soll die Politik der amerikanischen IBM Corporation einer absoluten Null-Gehaltsabsicherung auch in Deutschland vollständig implementiert werden: Dies bedeutet, dass lediglich nach absolut flexiblem Management-Ermessen nur einige Wenige berücksichtigt werden können.

Die Kundgebung findet zwischen 11:55 und 12:30 Uhr auf dem IBM Campus 1, 71139 Ehningen, vor dem Haupteingang rechts statt. ver.di rechnet mit 350 – 400 Teilnehmer:innen.

ver.di Verhandlungsführerin Dorothea Katharina Ritter: „Die Aussage der IBM, der Reallohnschutz sei eine Privatangelegenheit der Beschäftigten kommt einer Verhöhnung der Kolleginnen und Kollegen gleich, zumal IBM die Inflation durchaus an ihre Kunden weitergibt. IBMs Null-Absicherungspolitik ist nicht nur eine Ohrfeige ins Gesicht der Beschäftigten. Sie ist auch eines Unternehmens unwürdig, für das die öffentliche Hand eine wichtige Auftraggeberin ist und die IBM explizit zum Expansionsfeld erklärt hat. Wir begrüßen, dass der Konzern hier in Ehningen große Summen für den Aufbau des neuen Technology Campus in die Hand genommen hat. Ohne Investitionen ins Personal bringt allerdings die beste Infrastruktur nichts. IBM wäre gut beraten, mit einer angemessenen Gehaltsentwicklung seine hervorragenden Fachkräfte ans Unternehmen zu binden. Zumal die Arbeitsverdichtung der IBM-Beschäftigten seit Jahren stetig gestiegen ist.“

ver.di fordert in der Tarifrunde eine     Erhöhung der Tariftabellenentgelte um fünf Prozent sowie eine Mindesterhöhung für alle individuellen tariflichen Grundgehälter in der Höhe eines Inflationsschutzes+, faire Partizipation von Beschäftigten in Elternzeit am ESP, eine Erhöhung um fünf Prozent der Vergütungen für Master- und Dualstudierende, eine Erhöhung um 100 Euro der Ausbildungsvergütungen sowie eine ver.di-Mitgliederkomponente in Form eines zusätzlichen Urlaubstages.

Die erste Verhandlungsrunde war am 19. März 2026, die zweite ist am 25. und 26. März 2026 und eine dritte Runde ist für den 8. und 9. April 2026 vereinbart.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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