Festung Europa – Zur Situation von Geflüchteten an der nordfranzösischen EU-Außengrenze

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus wird am Dienstag, 24. März 2026 um 18:00 Uhr im Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes eines Veranstaltung zur Situation von Geflüchteten an der nordfranzösischen EU-Außengrenze stattfinden. Darüber hinaus wird auch die Arbeit der badischen Seenotrettungsorganisation SARAH vorgestellt. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Fotoausstellung „10 Jahre Seenotrettung“, die noch bis zum 24. April im Willi-Bleicher-Haus zu sehen ist.

Katharina Bergmann ist Referentin an diesem Abend und arbeitet als Doktorandin zu Flucht und Gewalt an europäischen Außengrenzen. Sie arbeitete ein Jahr lang als Freiwillige bzw. Koordinatorin an der europäischen Außengrenze in Dunkerque, Nordfrankreich. Zudem arbeitete sie in einer Seenotrettungsorganisation zum Thema Kriminalisierung von Flucht. In ihrem Vortrag beleuchtet sie, dass Flucht nicht stringent abläuft und Flüchtende teilweise seit 10 Jahren innerhalb der EU zirkulieren. Im Fokus soll dabei auch die Frage stehen, wie Solidarität mit Flüchtenden aussehen kann.

Olaf Oehmichen, Gesellschafter, Rettungsleiter und RHIB-Fahrer bei SARAH wird von der Arbeit der Seenotrettungsorganisation berichten. Wie steht es um die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit? Welche Perspektive hält 2026 für SARAH Seenotrettung bereit? SARAH (Search And Rescue All Humans) Seenotrettung ist eine zivile Seenotrettungsorganisation aus Baden, die sich der Rettung von Menschen auf dem Mittelmeer verschrieben, hat. Seit Sommer 2024 war sie mit einer ehemaligen Luxusmotoryacht, die zu einem besonders schnellen Rettungsschiff umgerüstet wurde, auf Rotation, um vor Lampedusa Menschen in Seenot zu retten.

„Wir als Gewerkschaften schauen nicht weg, wenn es um die Not von Geflüchteten geht“, so Liane Papaioannou, Vorsitzende des DGB-Stadtverbands Stuttgart und 1. Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart: „Unsere Mitglieder kommen aus unterschiedlichsten Ländern, und kommen bei uns zusammen, finden hier Solidarität, Zusammenhalt und eine gemeinsame Stimme. Unabhängig davon, woher sie kommen“.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus und ist Teil des Begleitprogramms zur Fotoausstellung „10 Jahre Seenotrettung“, die vom 2. März bis 24. April im Willi-Bleicher-Haus zu sehen ist. Die Ausstellung wird gezeigt vom DGB Region Stuttgart, ver.di, IG Metall Stuttgart,

Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und der Seebrücke Stuttgart.

Vortrag Festung Europa: 24.März 2026 | 18 Uhr | Willi-Bleicher-Haus Stuttgart

Katharina Bergmann zur Situation von Geflüchteten an der nordfranzösischen EU-Außengrenze und Olaf Oehmichen zur Arbeit der badischen Seenotrettungsorganisation SARAH

 

PM DGB Region Stuttgart

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