„Die Einführung der ‚Bio-Tonne‘ ist wirtschaftlich und ökologisch richtig und muss nun durch intensive Öffentlichkeitsarbeit weiter gut vorbereitet werden“.
Kreisrat Peter Hofelich leistete dazu am vergangenen Montag in der Reihe ‚Kreistag aktuell‘ der SPD im Wahlkreis Eislingen-Ottenbach-Salach seinen Beitrag,
indem er über Anlass, Behälter, Abholung, Hygiene und Verwertung bei der zum Januar 2027 zur Umstellung vorgesehenen ‚Entsorgung von Küchenabfällen‘ informierte.
Die Reihe ‚Kreistag aktuell‘ der beiden SPD-Ortsvereine Eislingen und Salach dient dem Zweck, so der Eislinger SPD-Vorsitzende Hans-Ulrich Weidmann bei der Begrüßung, die Bürgerschaft sachlich und direkt über die Kreispolitik zu informieren. „Außer unserem Kreisrat Peter Hofelich macht das niemand bislang so“, lobte er zu Beginn der nunmehr bereits vierten Veranstaltung in dieser Reihe, bei der immerhin 15 Gäste der Einladung in den Eislinger ‚Musikantenstadl‘ gefolgt waren. Der Wahlkreis 7 ist mit rund 35.000 Einwohnern der zweitgrößte im Kreisgebiet und stellt aktuell 7 KreisräteInnen.
Der Kreisrat und frühere MdL berichtete, daß seit der Einführung des ‚blauen Sacks‘ im Jahr 2015 die abgegebene jährliche Abfallmenge pro Kopf der Bevölkerung im Landkreis von damals 6 kg auf heute 40 kg gestiegen sei. „Das zeigt, die rechtlich geforderte Abfalltrennung wird inzwischen, nach durchaus verständlichem Ärger der Vergangenheit, aktiv mitgetragen.
Die jetzige ausführlich diskutierte Umstellung vom Sack auf die standardmäßige 60l-Küchen-Bio-Tonne hat mehrere Gründe, hinter denen ich stehe“, sagte er. Dazu gehörten die höhere Sortenreinheit, die hygienische Erfassung sowie die Entlastung der Müllwerker. Der Küchenabfall kann in Papier, nicht mehr im blauen Sack in die Tonne geworfen werden. Alle Behälter haben Transponder und werden weiter wöchentlich abgeholt. Größere Tonnen für mehrere Haushalte und eine Hochdruckreinigung werden optional angeboten. Die Verwertung soll über regionale Kooperation geschehen. Je zur Hälfte über Kompostierung in Kirchheim und über Vergärung in Leonberg. Die Gäste waren dankbar für viele Details und unterstützten die Einführung.
Klinik, Schulen, Straßen und Kreis-Finanzen weitere Themen
Peter Hofelich ging konzentriert und sachlich weitere aktuelle Themen der Kreispolitik durch: Das weitere Prozedere beim mehrheitlich beschlossenen Abriss des Klinik-Altbaus („Ausführung zwischen Ende 2026 und 2029“), der Situation bei den landkreiseigenen Schulen („große Nachfrage-Anspannung bei den SBBZ“), der Kreis-Finanzen („die Schlüssel zur Verbesserung sind ein geringeres Klinik-Defizit und eine wieder höhere Steuerkraft im Landkreis“) und schließlich auch dem Straßenbau und dem ÖPNV. Immer wieder gab es dazu Nachfragen aus dem Publikum, insbesondere zur Sorge, dass von einer Mehrheit um den Landrat weitere Kürzungen im Sozialbereich durchgesetzt werden könnten. Für den Wahlkreis verwies Hofelich darauf, dass an der Kreisstraße 1404 in diesem Jahr Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Krummwälden vorgesehen sind und für 2029 die Filsbrücke in Salach erneuert werden soll. Salachs Fraktionsvorsitzender Werner Staudenmayer verwies aber darauf, daß dort die Spannungs-Korrosion bei den 1954 im Bau verwendeten Baustählen bis dahin ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstelle und man sich einen früheren Start wünsche. Lob gab es abschließend an den Kreisrat, dass der Radweg Krummwälden – Ottenbach entlang der Kreisstraße nun bei einigen schlimmen Löchern und Senken gut ausgebessert wurde.
PM SPD Salach