Das politische Wort zum Sonntag: Über 110 Jahre Hölle von Verdun, Versöhnung und Problemen heute

Vom 21. Februar bis 19. Dezember 1916 tobte die Schlacht vor den Türen von Verdun, die bis dahin vermutlich fürchterlichste Schlacht der Menschheitsgeschichte. Details dazu bitte hier anschauen:
Ich selbst war schon zweimal in der Region und werde dieses Jahr erneut hinfahren, um mir wieder einmal vor Augen zu führen, wozu Menschen fähig sind. Das Schlimmste aber aus meiner Sicht ist, dass die Menschheit nichts daraus gelernt hat und sich die Gräueltaten bis heute wiederholen – später auch in Form von Massenbombardierungen und systematischer Vernichtung von Menschen. So endete am 13. Februar 1945 die Schlacht um Budapest, die der um Verdun an Sinnlosigkeit und Brutalität um nichts nachstand und nur durch neue Waffentechniken nicht so lange dauerte. Später gab es Schlachten in Vietnam oder Syrien und es wird wohl nie enden, da die Menschheit unbelehrbar ist.
Neulich habe ich den Film „An einem Tag im September“ gesehen:
In diesem Film geht es darum, wie Konrad Adenauer 1958 zu Charles de Gaulle in sein Privatanwesen nach Colombey les Deux Eglises fuhr und das Fundament für die Deutsch-Französische Freundschaft legte. Der nach dem Zweiten Weltkrieg noch allgegenwärtige Hass gegenüber Deutschland wurde in diesem Film sichtbar. Sicher wussten viele der da gezeigten Menschen nicht, dass Konrad Adenauer selbst Verfolgter des NS-Regimes und damit ihr Leidensgenosse war. Aber auch innerhalb von de Gaulles Mitarbeitern schlug dem Kanzler blanker Hass entgegen – der leider auch von Teilen der deutschen Delegation befeuert wurde – und ihnen hätte bewusst sein müssen, dass er eigentlich auf ihrer Seite steht. Ich selbst bin kein Freund der neuen Bundesländer und habe dort viele schlechte Menschen kennengelernt. Aber ich kenne dort auch viele gute Leute und würde niemanden pauschal verurteilen, nur weil er von dort kommt. Am Ende des Films gingen die beiden Staatsmänner vorbildlich voran, überwanden das Schlechte und legten den Grundstein für eine goldene Zukunft der Einigung und Freundschaft. Wenn ich nach Lothringen fahre, werde ich selbstverständlich auch diesen geschichtsträchtigen Ort besuchen.
Im letzten Wort zum Sonntag schrieb ich von unnötigen Gerichtsverfahren und gestern habe ich im Radio gehört, dass es in der Strafjustiz extremen Personalmangel gibt, weswegen schon schwer Kriminelle aus der Untersuchungshaft entlassen werden mussten, da diese zu lange dauerte. Ich habe auch unnötige Strafprozesse, aber dieses Phänomen überwiegend bei Sozial- und Arbeitsgerichten erlebt. Würden diese Gerichtsbarkeiten nicht so unnötig belastet, könnten die Richter in die Strafabteilungen wechseln, so dass der Mangel dort massiv abnehmen würde.
Ein weiterer Verein, der Polizei, Behörden und Justiz in Atem hält, ist der FC Hansa Rostock, der damit auch einen Teil zur Überlastung der Gerichte beiträgt:
Wenn ich diesen Artikel lese, muss ich klar sagen: Das Maß ist voll! Wenn Hansa diese Probleme nicht in den Griff kriegt, muss dem Verein die Lizenz entzogen werden. Wenn dieser Club, aber auch Energie Cottbus, nach München kommt, meide ich die Stadt, weil ich Angst habe. Und als gebürtiger Heidenheimer, der davon ausgehen muss, dass der FCH nächstes Jahr vielleicht in der 2. Liga spielt, möchte ich auch nicht, dass diese Brutalos in die Stadt kommen. Vielleicht kann man auch die Geldstrafen erhöhen und wenn das nichts hilft, massiv Punkte abziehen, so dass Hansa in der 3. Liga gegen den Abstieg kämpfen muss. Aber momentan ist der FC Hansa Rostock eine Gefahr für unseren Rechtsstaat und seine Bewohner, der damit indirekt die Kräfte bestärkt, die diesen vernichten wollen.
Vereine wie Hansa sind der Anfang einer unheilvollen Entwicklung, die unsere Justiz ins Wanken bringt und damit eine Wiederholung der Geschichte befeuert, die 1916 in den Schützengräben vor Verdun endete. Darum sage ich klar: WEHRET DEN ANFÄNGEN! Nehmen wir uns ein Beispiel an großen Staatsmännern wie Konrad Adenauer und Charles de Gaulle und nicht an den Brutalos von Hansa. Nur so werden wir eine Zukunft haben.
Marcel Kunz

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