Närrischer Ausnahmezustand im Eislinger Rathaus Brandstifter Hexa verabschieden das Stadtoberhaupt mit Herz und Humor

Obwohl das Wetter am diesjährigen Rathaussturm nicht mitspielte, ließen sich die Brandstifter Hexa und die vielen Eislingerinnen und Eislinger die gute Laune nicht verderben. Kurzerhand wurde das närrische Treiben ins Rathaus verlegt, wo sich mit den über 30 Guggenmusikern sofort eine ausgelassene Stimmung einstellte.

Für mitreißende Musik sorgten die Spindelfetza aus Kuchen gemeinsam mit den Monster Bass Guggenmusiker aus Wäschenbeuren, die mit kräftigen Rhythmen und viel „Wumms“ das Rathausgebäude geradezu zum Beben brachten. „So liebe Leut’, des isch jetzt dr letschde Rathaussturm mit onserm lieba Oberbürgermeischdr Heininger“ begrüßte sie die zahlreichen Gäste. „Es wird toll werden!“, versprach Oberhexe Gabi – und sollte Recht behalten. Flugs wurden die Nachwuchshexen Yara, Noah, Finja und Anwärterin Ela damit beauftragt, Oberbürgermeister Klaus Heininger aus seinem Dienstzimmer zu holen, um ihm den großen Rathausschlüssel abzuluchsen. Mit diesem symbolischen Schlüsselraub übernahmen die Hexen das Regiment im Rathaus.

„I werd‘ Ihne jetzt zom letschde Mal des Du anbieten – und vielleicht lasset mir’s dann beim Du,“ ließ sich die Oberhexe das traditionelle Anstoßen mit dem Stadtoberhaupt nicht nehmen. Augenzwinkernd kommentierte Oberbürgermeister Klaus Heininger: „Das wird die einzige Amtshandlung in meiner Laufbahn sein, die ich vermissen werde.“

Nun standen einige Aufgaben für das Rathausteam an. Unter dem Motto ‚Hexenbesenführerschein‘ mussten vier Mitarbeitende ihr Können unter Beweis stellen. Zunächst galt es, einen stabilen Besen zu binden und anschließend die komplette Hexenkluft anzuziehen. Unterstützung gab es zum Glück von erfahrenen Hexen. Den Höhepunkt bildete das gemeinsame „Besenreiten“ durch einen Parcours im Rathausfoyer – begleitet von schwungvoller Guggenmusik. Zwischen den praktischen Aufgaben musste der „liebe Klaus“ knifflige Theoriefragen beantworten. So lag er bei der Frage nach der Anzahl der Nachwuchshexen mit seiner Schätzung deutlich daneben. Zur Strafe gab es Schnaps und Quarkbällchen. Richtig lag er hingegen bei der Bedeutung der Häs-Farben: Rot für Flammen, Schwarz für Ruß und Grau für Asche. Der bekannte Ruf der Brandstifter Hexa schallte immer wieder durch das Rathausfoyer: „Brand – Stifter! Brand-Stifter! Brand-Stifter! Hex Hex!“. Am Ende schließlich das Ergebnis: Prüfungen bestanden! Die Mitarbeitenden erhielten feierlich ihr „Diplom“ zum bestandenen Hexenbesenführerschein, der sie nun berechtigt, den Hexenbesen als Transportmittel zu nutzen – allerdings nur in der Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch.

Abschließend bedankten sich die Hexen bei Oberbürgermeister Klaus Heininger für stolze 15 Rathausstürme. Hierfür erhielt er einen eigens dafür angefertigten Jubiläumsorden, sowie eine Bildercollage. Hexe Jürgen ließ in einem selbstgeschriebenen Gedicht, die gemeinsame Zeit Revue passieren.

Auch Oberbürgermeister Klaus Heininger richtete sich mit dankenden Worten an die Hexen: „Es waren bewegende 15 Jahre mit vielen tollen Ideen, großem Engagement und enormer Vorbereitungsarbeit. Dafür euch ein ganz herzliches Dankeschön.“ Der rundum gelungene Rathaussturm klang in geselliger Runde am Stand der Freiwilligen Feuerwehr mit Grillwurst und Getränken auf dem Schlossplatz aus.

Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Die Brandstifter Hexa stürmten das Rathaus und mit ihnen zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer.

PM Stadtverwaltung Eislingen

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