Wangen: Polizeilicher Schusswaffengebrauch in Wangen bei Göppingen

Folgemeldung zur Pressemeldung vom 7. Februar. Die Staatsanwaltschaft Ulm und das Polizeipräsidium Ulm führen die Ermittlungen gegen einen 20-jährigen Ukrainer, der im Verdacht steht, am 6. Februar 2026 mehrere Hausmitbewohner und Polizeibeamten mit einer augenscheinlichen Schusswaffe bedroht zu haben, fort.

Auch dauern die Ermittlungen des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und der Staatsanwaltschaft Ulm zum polizeilichen Schusswaffengebrauch, bei dem der Tatverdächtige verletzt wurde, an. Der stark alkoholisierte 20-Jährige habe zunächst versucht, sich gewaltsam Zugang zu einer Nachbarwohnung zu verschaffen. Die Bewohner habe er sodann bedroht. Bei Eintreffen der hinzugerufenen Polizeibeamten zog er sich in seine Wohnung zurück. Dabei habe er mit der Erschießung der Polizeibeamten gedroht. Kurz danach habe er seine Wohnungstür geöffnet, mit einer augenscheinlich echt aussehenden Schusswaffe auf die Beamten gezielt und mindestens zwei Mal den Abzug betätigt, ohne dass sich ein Schuss löste.

Durch die Polizeikräfte wurde daraufhin das Gebäude umstellt und das SEK angefordert. Während der Umstellung habe der 20-Jährige geäußert, dass er eine Geisel und eine Handgranate habe. Im weiteren Verlauf erschien der Mann auf dem Balkon und habe mit der Pistole auf Kräfte der Umstellung gezielt, woraufhin es zur Schussabgabe durch einen SEK-Beamten kam.

Wie sich im Laufe der Ermittlungen zeigte, handelte es sich bei der Waffe des 20-Jährigen um eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe. Der Mann wurde zunächst im Krankenhaus behandelt, wo er auch gegenüber dem Klinikpersonal Drohungen äußerte. Aktuell befindet er sich in einer psychiatrischen Einrichtung. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Hausfriedensbruch eingeleitet.

PM Polizeipräsidium Ulm

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