Die Entgelttarifverhandlungen zwischen ver.di und den Kliniken Schmieder konnten zu einem Ergebnis geführt werden. Der Tarifkonflikt um eine Erhöhung der Tabellenentgelte, der Jahressonderzahlung und des Urlaubsgeldes ist damit vorerst beigelegt. Um Bewegung in die zuletzt stockenden Verhandlungen zu bringen, hatten sich knapp 300 Beschäftigte vor der dritten Verhandlungsrunde an einem ganztägigen Warnstreik beteiligt. Die ver.di-Mitglieder in den Betrieben entscheiden nun über die Annahme des Ergebnisses.
Simon Wiese, ver.di Verhandlungsführer: „Am Ende der Verhandlungen steht ein Ergebnis, das den Beschäftigten eine frühzeitige und spürbare Gehaltserhöhung bringt. Damit konnte ein zentrales Ziel nicht zuletzt aufgrund des Drucks der Belegschaft erreicht werden. Bei Weihnachts- und Urlaubsgeld bleibt das Verhandlungsergebnis hinter unseren Erwartungen zurück. Entscheidend ist, dass das Vergütungsniveau des TVöD abgesichert ist und sich die Kliniken Schmieder in Zukunft schrittweise den Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst annähern.“
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Entgeltsteigerung um insgesamt rund 5,3 Prozent in drei Schritten:
Ca. 0,7 Prozent (Übernahme Entgelttabellen TVöD) rückwirkend ab 1. November 2025; weitere 2,8 Prozent ab 1. Mai 2026, weitere 1,8 Prozent ab 1. April 2027.
Sonderzahlung von 70 Euro pro Monat von November 2025 bis April 2026.
Zulage zum Urlaubsgeld in Höhe von 50 Euro in den Jahren 2026 und 2027.
Wiese „Ohne das starke Signal der Streikenden wäre diese Einigung nicht möglich gewesen. Wenn noch mehr Beschäftigte auf ihre eigene Stärke vertrauen, können wir die vollständige Angleichung an den TVÖD erreichen.“
Die Umsetzung der Tarifeinigung wird im März 2026 erwartet.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg