Investition in den Bevölkerungsschutz

In nur vier Monaten wurde der Rohbau der künftigen Notarztwache Göppingen-Öde im Göppinger Westen erstellt. Ende Januar wurde bereits Richtfest gefeiert.

Der Richtspruch von Hans-Peter Riedmüller (Foto) vom beauftragten Bauunternehmen stellte den buchstäblichen Höhepunkt des Richtfestes der neuen Notarztwache Göppingen-Öde zwischen dem Klinikum Christophsbad und dem Schulzentrum Öde dar. Vergangenen Freitag freute sich Peter Hofelich, zahlreiche Gäste dazu begrüßen zu können. Göppingens Oberbürgermeister Alex Maier, Vertreter des Landratsamtes und des Kreistages, Kollegen weiterer Hilfsorganisationen und der Kliniken ebenso wie der Krankenkassen und der beteiligten Banken und Baufirmen sowie des Architekturbüros und Mitarbeitende des DRK-Kreisverbandes sahen einen Rohbau, der in nur vier Monaten entstanden war, „im Zeit- und Kostenrahmen“, begrüßte der Präsident des DRK-Kreisverbandes die interessierten Gäste bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigen Temperaturen. „Ausgangspunkt für die Notarztwache ist ein Standortgutachten aus dem Jahr 2022“, erinnerte Peter Hofelich. „Es empfahl die Verlegung eines Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) in den Westen der Stadt Göppingen.“ Ziel sei, dadurch die Bevölkerung hier und im Unteren Filstal noch schneller notärztlich versorgen zu können. Eine Interimswache war deshalb bereits vor gut zwei Jahren in Betrieb genommen worden. Bei aller Freude über den guten Baufortschritt und die positive Entwicklung des Vorhabens – Peter Hofelich erinnerte auch an die „holprige“ Finanzierung von Seiten des Landes, das den Förderantrag im vergangenen Jahr zunächst nicht bewilligt habe. Zwischenzeitlich sei Dank des Sondervermögens des Bundes, von dem das Land 13 Milliarden Euro erhalte, auch der Zuschuss für die neue Rettungswache sei in Aussicht gestellt worden und soll noch im ersten Quartal 2026 genehmigt werden – auch für eine weitere neue Wache in Bartenbach. Geplant sei, auch sie „zeitnah anzugehen.

Investitionen in den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz „sind verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten“, so Peter Hofelich weiter. Dies sei geboten in „unseren bewegten und distruktiven, also zerstörerischen, Zeiten“. Entsprechende Strukturen zu schaffen sei „extrem wichtig geworden“.

Peter Hofelich dankte ausdrücklich dem Architekturbüro Liebrich und den Fachplanern sowie den Bauunternehmen und ihren Mitarbeitenden und nicht zuletzt Bettina Merten vom DRK-Kreisverband Göppingen, die das Richtfest in der Fahrzeughalle der Interimswache organisiert hatte. Bevor es zum Imbiss in die deutlich wärmeren Innenräume ging, betonte OB Alex Maier in seinem kurzen Grußwort die „beeindruckende Leistung, in so kurzer Zeit den Rohbau zu erstellen.“ Der Betrieb der Interimswache habe bereits belegt, dass die Einrichtung „am goldrichtigen Standort betrieben wird“. Hier werde nicht „einfach eine Garage für ein Fahrzeug gebaut, sondern auch an der Sicherheit der Menschen in Göppingen und im Umland“.

Die Notarztwache Göppingen-Göppingen-Öde sowie die Rettungswache Göppingen-Bartenbach gehören organisatorisch zur DRK-Rettungswache Göppingen mit ihrem Standort im DRK-Zentrum beim Alb Fils Klinikum. Bei der Rettungswache Göppingen arbeiten insgesamt rund 80 Rettungskräfte im Schichtdienst rund um die Uhr.

Von der Notarztwache Göppingen-Öde aus werden seit Anfang Dezember 2023 täglich von acht bis 20 Uhr Einsätze gefahren. Insbesondere im unteren Filstal haben sich die Zeiten, bis Notarzt und Notfallsanitäter am Einsatzort eintreffen, die so genannten Hilfsfristen, deutlich verkürzt.

Info:

Dem Bereichsausschuss für den Rettungsdienst gehören neben den Vertretern der stimmberechtigten Krankenkassen und Rettungsdienste auch beratend Vertreter des Landratsamtes, der Feuerwehren, der Notärzte, des Alb Fils Klinikums sowie des Regierungspräsidiums Stuttgart an. Ausführliche Informationen unter: www.bereichsausschuss-goeppingen.de, www.ba-gp.de, www.rettungsdienst-goeppingen.de und www.rd-gp.de.

PM DRK Kreisverband Göppingen

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