Transformation gestalten – BWIHK unterstützt neue Finanzierungsvereinbarung für Hochschulen

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) begrüßt, dass in der neuen Hochschulfinanzierungsvereinbarung ‚HoFV III‘ Transformation und Flexibilität explizit gefördert werden. Gleichzeitig sind aber weitere gezielte Maßnahmen erforderlich, um Hochschulen bei der strategischen Weiterentwicklung zu unterstützen.

„Unsere Hochschulen sind entscheidende Treiber für Innovation, Technologie- und Wissenstransfer – und damit unverzichtbar für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts“, führt Johannes Schwörer aus. Er ist Präsident der IHK Reutlingen, die im BWIHK für Hochschulpolitik federführend ist. Schwörer weiter: „Es ist ein gutes Signal der Landesregierung, dass die Finanzierung ein Budget für Zukunftsthemen beinhaltet. Diese müssen aber mit der Wirtschaft abgestimmt werden, damit die Umsetzung nicht an den realen Bedarfen vorbeigeht“

Hochschulen strategisch weiterentwickeln

Die Kernforderungen der Wirtschaft hat der BWIHK in einem aktuellen hochschulpolitischen Positionspapier festgehalten. Im Fokus stehen dabei die Absicherung von Daueraufgaben, die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte, der Ausbau von Forschung und Transfer sowie eine Vernetzung der Hochschulen. Der BWIHK schlägt konkrete Schritte vor: Bewährte Programme sollen dauerhaft fortgesetzt und Leistungskennzahlen um wirtschaftsrelevante Kriterien ergänzt werden. Durch eine regelmäßige Erfassung des Bedarfs von Unternehmen können Studienangebote angepasst und Fachkräfte gezielt ausgebildet werden. Vor allem in den MINT-Fächern sollten Studierende strategisch gefördert werden.

Die Abschaffung der Studiengebühren für ausländische Studierende aus Nicht-EU-Ländern ist darin als zentrale Maßnahme formuliert, um die baden-württembergischen Hochschulen für internationale Talente attraktiver zu machen. Diese orientieren sich vermehrt hin zu Hochschulen anderer Bundesländer, die keine Gebühren verlangen – eine Entwicklung der explizit entgegengewirkt werden soll. Im Bereich des Wissens- und Technologietransfers sollen Unternehmen verstärkt von anwendungsorientierter Forschung profitieren und sich enger mit Hochschulen, Lehrenden und Studierenden vernetzen. „Wir reden oft von einem Land der klugen Köpfe,“ betont Schwörer. „Das ist aber kein Selbstläufer.“

Mit IHK-Expertise in die Umsetzung

Die IHK-Organisation in Baden-Württemberg ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Sie begleitet die Hochschulen bei deren Aufgaben, bringt ihre wirtschaftliche Expertise und politische Erfahrung ein. „Unser Ziel ist eine Hochschulpolitik, die praxisnah, innovationsorientiert und landesweit vernetzt ist“, so Schwörer abschließend.

Hintergrund

Zur Unterstützung der Hochschulen Baden-Württembergs gibt es die BWIHK-Federführung Hochschulpolitik. Sie ist bei der IHK Reutlingen verortet und setzt sich gezielt für politische Weichenstellungen ein, vertritt die Interessen der Unternehmen gegenüber dem Wissenschaftssystem und koordiniert die hochschulpolitischen Aktivitäten der Wirtschaft.

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die baden-württembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.

 

PM Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag

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