Warnstreik bei den Kliniken Schmieder am 19. Januar in Heidelberg, Gerlingen und Allensbach

ver.di ruft die Beschäftigten der Kliniken Schmieder am 19. Januar zu ganztägigen Warnstreiks auf. Betroffen sind die Standorte Heidelberg, Gerlingen sowie Allensbach, wo sich auch die Beschäftigten aus Konstanz und Gailingen beteiligen. Mit den Arbeitsniederlegungen erhöht die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber kurz vor der dritten Verhandlungsrunde am 22. Januar. 

„Die Beschäftigten haben in den vergangenen Wochen klar gezeigt, dass sie bereit sind, für ihre Forderungen einzustehen. Weil die Arbeitgeber trotz dieser unmissverständlichen Signale keine spürbare Erhöhung zu Beginn der Laufzeit anbieten, antworten wir jetzt mit Warnstreik“, so ver.di‑Verhandlungsführer Simon Wiese.

Seit November 2025 verhandelt ver.di mit den Kliniken Schmieder über eine Tarifsteigerung. Trotz deutlichem Entgegenkommen der Gewerkschaftsseite, unter anderem durch die Reduzierung der Forderung nach einem Festbetrag und Anpassungen bei Zuwendung und Urlaubsgeld, lehnen die Arbeitgeber weiterhin substanzielle Verbesserungen ab. Stattdessen wollen sie die Beschäftigten bis Mai 2026 faktisch hinhalten und verweigern Angebote zu zentralen Punkten wie Zuwendung, Urlaubsgeld, einem ver.di‑Tag oder einer Mobilitätszulage.

Das letzte Angebot der Arbeitgeber sah lediglich eine durchschnittliche Erhöhung von 0,74 Prozent ab Januar 2026 sowie 2,8 Prozent ab Mai 2026 vor. Für die meisten Beschäftigten bedeutet das weniger als 30 Euro zu Beginn des Jahres.

„Die Kliniken Schmieder leben von der hohen Professionalität und dem Engagement ihrer Beschäftigten. Wer gute Fachkräfte halten will, muss sie auch gut bezahlen“, so Wiese.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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