Webplattform Kinderschutz für Baden-Württemberg gestartet

Eine neue Website soll Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Polizei, Justiz, Bildung und Gesundheit zentral mit Informationen und Hilfen für den Arbeitsalltag zu Themen des Kinderschutzes unterstützen.

Bei dem Bild handelt es sich um einen Screenshot der Startseite von kinderschutz-bw.de, einer Initiative des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration. Es zeigt einen kleinen Jungen, der mit einem Holzflugzeug spielt.Unter dem Motto „Gemeinsam stark für unsere Kinder“ ist am 1. Dezember 2025 die erste Extern:landesweite Webplattform Kinderschutz für Baden-Württemberg(Öffnet in neuem Fenster) online gegangen. Sie ist Teil der ersten Förderphase des Masterplans Kinderschutz (2023 bis 2025) und wichtige Säule der im Juli 2025 veröffentlichten Download:Strategie Masterplan Kinderschutz (PDF)(Öffnet in neuem Fenster)

Ziel der Webplattform Kinderschutz ist es, Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sowie Personen aus den Bereichen Polizei, Justiz, Bildung und Gesundheit gezielt mit Informationen und Hilfen für den Arbeitsalltag zu Themen des Extern:Kinderschutzes(Öffnet in neuem Fenster) zu unterstützen.

Starke Vernetzung ist wichtig

„Für einen erfolgreichen Kinderschutz ist eine starke Vernetzung essentiell. Mit der neuen Webplattform Kinderschutz sind erstmalig für Baden-Württemberg alle Informationen zum Thema Extern:Kinder- und Jugendschutz(Öffnet in neuem Fenster) umfassend und übersichtlich aufbereitet und gebündelt an einem Ort abrufbar. Mit diesem Gesamtpaket sind wir in Baden-Württemberg wieder einmal Vorreiter“, sagte Sozialminister Manne Lucha in Berlin.

Zentrale Säule in der Umsetzung der Strategie Masterplan Kinderschutz

Die Strategie Masterplan Kinderschutz wurde federführend vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration entwickelt und ist das Ergebnis eines Extern:beteiligungsorientierten und ressortübergreifenden Prozesses(Öffnet in neuem Fenster) mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft.

Der Webplattform Kinderschutz kommt hier eine besondere Rolle in der Umsetzung der 52 Maßnahmen der Strategie zu: Sie soll die bereits im Land vorhandenen Informationen, Veranstaltungen und Qualifizierungsangebote zum Thema Kinderschutz bündeln und zentral an einem Ort für die Fachkräfte zur Verfügung stellen.

Unglaublich viele Angebote

Sozialminister Manne Lucha ist überzeugt: „Es gibt unglaublich viele tolle Fachberatungs- und Anlaufstellen, Angebote, Informationen und Veranstaltungen zum Thema Kinderschutz, die über das ganze Land verteilt sind. Es ist unsere Aufgabe, auch im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, dass wir nicht überall das Rad neu erfinden, sondern auf das ausgezeichnete Angebot zurückgreifen, welches wir im Land haben, und dieses bekannt machen.“

Zum Stichwort „bekannt machen“ gehört auch der mit der Webplattform Kinderschutz ebenfalls an den Start gehende neue Extern:Newsletter zum Thema Kinderschutz(Öffnet in neuem Fenster) des Landes. Über diesen soll zukünftig regelmäßig über aktuelle Veranstaltungen, Themen, Fortbildungsangebote und Praxisbeispiele aus dem Ministerium und der Partner im Kinderschutz berichtet werden.

Vernetzung steht im Zentrum der Webplattform

Mit ihrem sektoren- und bereichsübergreifenden Ansatz knüpft die Webplattform nahtlos an das Verständnis eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes im Kinderschutz an. Zielgruppe der Webplattform sind primär Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen in den Jugendämtern, den Fachberatungsstellen und den Einrichtungen der freien Träger arbeiten. Da erfolgreicher Kinderschutz nur sektoren- und bereichsübergreifend funktionieren kann, spricht die Webplattform auch gezielt die Fachbereiche Polizei, Bildung, Justiz und Gesundheit an. Gleichzeitig werden die Angebote und Strukturen dieser Fachbereiche für die Kinder- und Jugendhilfe aufbereitet.

Bildlich veranschaulicht wird dieses fachbereichsübergreifende Extern:Netzwerk in der Landkarte der Anlaufstellen(Öffnet in neuem Fenster) in Baden-Württemberg, die neben zahlreichen Fachberatungsstellen und den Jugendämtern auch die Amts- / Familiengerichte, die Opferbeauftragten, die Präventionsreferate der Polizeipräsidien, die Gesundheitsämter sowie die Regionalstellen des Extern:Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL)(Öffnet in neuem Fenster) abbilden.

Ganz im Zeichen der Vernetzung wurde die bisher bundesweit alleinstehende Strategie Masterplan Kinderschutz zusammen mit der Webplattform Kinderschutz in der Extern:baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin(Öffnet in neuem Fenster) einem breiten, bundesweiten Publikum vorgestellt. Ziel der Veranstaltung war es, am Thema Kinderschutz interessierten Personen die Möglichkeit zu geben, Impulse mitzunehmen und den Gedanken Kinderschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft über Landesgrenzen hinweg zu etablieren.

Konzeptionelle Weiterentwicklung und fachliche Betreuung

Das Design der Webplattform wurde in Zusammenarbeit mit einer Agentur und mit Unterstützung der zahlreichen Partner im Kinderschutz aufgebaut. Für die inhaltliche Betreuung und Weiterentwicklung der Webplattform konnte mit der Extern:FamilienForschung des Statistischen Landesamtes(Öffnet in neuem Fenster) ein kompetenter Partner gewonnen werden.

„Wir freuen uns sehr, mit der FamilienForschung einen so engagierten und kompetenten Partner für die langfristige Betreuung und die Weiterentwicklung der Webplattform gefunden zu haben. Kinderschutz steht vor immer neuen Herausforderungen und ist eine Daueraufgabe. Entsprechend muss auch eine Webplattform mit Lotsenfunktion beständig aktualisiert und an wechselnde Bedarfe angepasst werden“, bekräftigt Sozialminister Lucha.

Erste Phase Masterplan Kinderschutz 2023 bis 2025

Zur Umsetzung der Download:Empfehlungen der Kommission Kinderschutz (PDF)(Öffnet in neuem Fenster) und zur flächendeckenden Stärkung des Extern:Kinderschutzes(Öffnet in neuem Fenster) in Baden-Württemberg hat die Landesregierung für den Zeitraum von 2023 bis 2025 einmalig 9,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden 28 Projekte mit 17 Projektpartnern im Land gefördert. Der Fokus lag dabei auf den Bereichen Prävention, Intervention und Betroffenenarbeit. Unter den geförderten Projekten waren, neben Angeboten der Frühen Hilfen, Schutzkonzepten in Vereinen und Verbänden und den Hilfen zur Erziehung auch Maßnahmen im Bereich der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Ebenso im Fokus standen die Evaluation und Förderung der Extern:Childhood Häuser(Öffnet in neuem Fenster) sowie die Unterstützung von Kindern sucht- oder psychisch kranker Eltern. Darüber hinaus förderte die Landesregierung in diesem Zusammenhang auch die Extern:Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025(Öffnet in neuem Fenster) sowie die nun veröffentlichte Extern:Webplattform Kinderschutz(Öffnet in neuem Fenster).

Die in der Förderphase 2023 bis 2025 jährlich zur Verfügung stehenden Mittel konnten langfristig im Haushalt implementiert und die Ausgabemittel im Kinderschutz von 700.000 Euro auf jährlich rund fünf Millionen Euro erhöht werden.

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