Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt ausdrücklich, aus dem Internet erreichbare Steuerungsanlagen nach dem Stand der Technik abzusichern. Das BSI hat dazu eine Cybersicherheitsempfehlung veröffentlicht, in der die wichtigsten technischen Maßnahmen anschaulich beschrieben sind.
Es handelt sich dabei um leicht umsetzbare Maßnahmen, die das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe erheblich reduzieren. Die Empfehlung richtet sich insbesondere an Betreiber kleiner industrieller oder vergleichbarer Anlagen, etwa zur Kühlung von Lebensmitteln, Erzeugung von Strom und anderen Anwendungszwecken. BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Die Vorfälle in Frankreich zeigen deutlich, wie Cyberangriffe unseren Alltag beeinflussen und stören können. Dieser Angriff hätte jedes Land treffen können und kann auch jetzt jederzeit Nachahmer finden. Derartige Einfallstore laden regelrecht zu Sabotage ein. Wir fordern die Betreiber solcher Anlagen eindringlich auf, ihre Systeme sicher zu betreiben! Die Sicherheitsmaßnahmen liegen auf der Hand und sind unkompliziert umzusetzen.“ Zu den Maßnahmen zählt zuallererst, den direkten Zugriff aus dem Internet auf Steuerungssysteme zu unterbinden. Daneben sollten VPN-Systeme und multifaktorgeschützte Zugriffe umgesetzt werden. Eingesetzte Systeme sollten auf dem aktuellsten Stand gehalten und Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen kurzfristig eingespielt werden. Daneben ist zu prüfen, ob entsprechende Geräte oder Anlagen exponiert sind und dafür konkrete Gegenmaßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen sollten zur Routine gemacht und damit das Sicherheitsniveau deutlich erhöht werden.
PM Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)