Re-Start mit Magerkost

Rund 4700 Zuschauer waren total euphorisiert in die EWS Arena gekommen um nach der wochenlangen Ligapause bedingt durch die für Deutschland sehr erfolgreichen Europameisterschaft wieder ein Ligaspiel live zu  verfolgen. Die Erwartungshaltung war also riesengroß, auch in Anbetracht des Gegners GWD Minden, welcher als Neuling im letzten Tabellendrittel gegen den Abstieg kämpft. Doch alle wurden eines Besseren belehrt. Die Ostwestfalen entführten völlig verdient einen Punkt aus dem Schwäbischen, während man sich bei Frisch Auf fragen muss, was haben sie denn in den Wochen der Vorbereitung trainiert?

Spielerische Struktur zeigten die Mindener, während bei den Göppingern vieles Stückwerk blieb, ja selbst das Prunkstück der bisherigen Spielzeit, die Defensive glich an diesem Abend eher einem Slalomparcours, den die Gäste immer wieder relativ locker umkurvten. Die Abwehr um Klöve und Gislason hatte überhaupt keinen Zugriff und GWD mit ihren Entscheidungsspielern Weck, Weber und Vorliczeck konnten schalten und walten wie sie wollten. Dies zeigte sich besonders im Überzahlspiel, welches die Mannen von Coach Aron Ziercke exzellent beherrschten, während Frisch Auf es nicht schaffte nach einer Dreitoreführung Mitte der zweiten Halbzeit in Überzahl sechs gegen vier entscheidend Kapital daraus zu schlagen, Ebenfalls ein Manko was uns schon die komplette Saison begleitet und das Trainerteam es nicht schafft, sind klar durchstrukturierte Abläufe dem Team einzustudieren. Mit dieser Leistung werden die Grün-Weißen weiterhin zum erweiterten Kreis der Abstiegskandidaten gehören, zumal die Konkurrenz aus Leipzig und Stuttgart mit doppelten Punkgewinnen an diesem Spieltag aufhorchen ließ. Positiv an diesem Abend war die Leistungssteigerung von Martin Hanne, der andeutete, wie wertvoll er für Frisch Auf in naher Zukunft noch werden kann. Bei Neuzugang Ole Pregler vermisste man noch die Bindung zur Mannschaft, obwohl er auch schon einige Wochen mit trainiert hat, aber Training und Wettkampf sind bekanntlich zwei Paar Stiefel. Für das Trainierteam Matschke und Klaus heißt es nun Arme hochkrempeln und weiter machen, der Mannschaft  vor allem strukturierte Abläufe und Auslösehandlungen beibringen, Spielzüge einzustudieren und zu optimieren, denn was gegen Minden gezeigt wurde, war absolut zu wenig um sich in dieser Liga zu etablieren.

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