Mit drei Mitarbeitenden startete der ambulante Pflegedienst des DRK-Kreisverbandes Göppingen vor 15 Jahren. Heute übernehmen über 60 Mitarbeitende Verantwortung für gut 430 Menschen im gesamten Landkreis.
„Das beste Team ist da!“ „Wir rocken jedes Haus!“ „Strümpfe an und Strümpfe aus, das ist unser Applaus!“ Applaus hatten sich die „Care-ladies“ – es gehörte mit Jörg Witzani auch ein „Care-Gentleman“ dazu – wahrlich verdient. Als gutes Team versorgen sie nicht nur tagtäglich weit über 400 Menschen im Landkreis, die Mitarbeitenden des Ambulanten Pflegedienstes (APD) des DRK-Kreisverbandes Göppingen fanden bei ihrem Geburtstagsständchen auch den richtigen Ton. Auch Ute Kothe, die den Dienst seit seiner Gründung vor 15 Jahren leitet, dankte ihrem Team und dem Roten Kreuz mit launigen Worten, als das Mitte September zur Geburtstagsfeier in die DRK-Kreisgeschäftsstelle am Eichert eingeladen hatte. „Die rote Jacke bringt Vertrauen, auf diese Hilfe kann man bauen“, hatte sie gereimt. Dass dies keine leeren Worte sind, belegte ein Film, den die Filstalwelle mit Kunden gedreht hatte, die die hohe Kompetenz des Teams bekräftigten.
„Dies ist ein sehr erfreulicher Anlass!“, hatte Peter Hofelich die Gäste der besonderen Geburtstagfeier begrüßt. Das 15jährige Bestehen des APD war mit den Mitarbeitenden und zahlreichen Gästen aus der Politik, den Partner und Rotkreuzlern gefeiert worden. Der Präsident des DRK-Kreisverbandes Göppingen erinnerte daran, dass die Gründung eines der Ergebnisse eines Strategieprozesses zu Beginn des Jahrtausends war. Damals hatte das DRK-Kreisverbandspräsidium entschieden, die Geschäftsfelder zu erweitern und so den Kreisverband zukunftsfähig aufzustellen. Am Göppinger Schillerplatz in einem kleinen Ladengeschäft starteten am 1. August 2011 drei Mitarbeitende, die drei Kunden betreuten. Heute hat der APD an vier Standorten über 60 Beschäftigte, die Menschen im gesamten Landkreis begleiten. Sie starten von den Göppingen, Süßen und Ebersbach aus oder betreuen Menschen in der Tagespflege in Eislingen. Hofelich betonte: „Neben dem Rettungsdienst hat sich die Pflege in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten zu einem zweiten großen Tätigkeitsbereich des Roten Kreuzes im Landkreis Göppingen entwickelt.“ Und werde weiter ausgebaut werden. Neben den DRK-Seniorenzentren in Hattenhofen und Geislingen wird ein weiteres in Dürnau entstehen.
Er dankte den zahlreichen Partnern, insbesondere aber dem Team des APD, das „für das Gemeinsame steht, für ein Wir in einer Welt mit immer mehr ich“.
Alexander Sparhuber erinnerte an die wesentlichen Stationen der vergangenen 15 Jahre. „Wir gehören heute zu den größeren Pflegediensten im Landkreis“, betonte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. Und der arbeite auf höchstem Niveau, wie die Evaluierungen der Medizinischen Dienste der Krankenkassen immer wieder zeigen.
Einen Aspekt der Erfolgsgeschichte sieht er in der Kontinuität der Mitarbeitenden und in der Nähe zu den Menschen. Sparhuber blickte aber auch in die Zukunft, sieht dunkle Wolken aufziehen. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und das geplante Pflegeneuordnungsgesetz „werden außerordentlich negative Auswirkungen für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen haben“. Weil tarifliche Gehaltserhöhungen von den Pflegekassen nicht mehr übernommen werden müssen. Er appellierte an die anwesenden Politikerinnen und Politiker, sich in ihren Parteien dafür zu engagieren, andere Wege zu beschreiten.
Info:
Alle Angebote des Ambulanten Pflegedienstes des DRK-Kreisverbandes unter https://www.pflege-vom-drk.de/
PM DRK Kreisverband Göppingen