Bündnis gegen Altersarmut unterstützt Kundgebungen gegen Sozialabbau am Samstag – heute 40. Sitzung

Das 2017 gegründete baden-württembergische Bündnis gegen Altersarmut hat heute in Stuttgart zum 40. Mal getagt. Der Zusammenschluss von über 40 Sozialverbänden, zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen, Gewerkschaften und der Landesarmutskonferenz Baden-Württemberg setzt sich seit neun Jahren für eine Altersversorgung ein, die ein Leben in Würde ermöglicht und Armut im Alter verhindert. Schwerpunkt der heutigen Sitzung waren die Planungen für Aktionen im zehnten Bündnisjahr in 2027. Außerdem wurde beschlossen, die Kundgebungen in Stuttgart und Freiburg im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Gewerkschaften für den Erhalt unseres Sozialstaates am 26. September zu unterstützen.

Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Wer in Altersarmut fällt, kann sich nicht mehr selbst befreien. Darum ist niemand mehr auf einen funktionierenden Sozialstaat angewiesen als Menschen, die in ihrem Alter wegen prekär bezahlten Jobs, unbezahlter Care-Arbeit oder auch Arbeitslosigkeit unverschuldet in der Grundsicherung landen. Work-Life-Balance hatten diese Menschen nie. Jetzt sind sie trotzdem arm. Es ist eine Schande, wenn in einem der reichsten Länder der Welt behauptet wird, dass wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten können.“

Die Kern-Forderungen des Bündnisses sind eine armutsfeste und lebensstandardsichernde gesetzliche Rente mit einem Sicherungsniveau von wieder 53 Prozent. Ein Ausbau wirksamer Mindestsicherungselemente zur Bekämpfung von Altersarmut und eine Weiterentwicklung zu einer Erwerbstätigenversicherung. Leistungskürzungen lehnt das Bündnis entschieden ab.

Alle nicht-beitragsgedeckten Leistungen – versicherungsfremde Leistungen genannt – müssen konsequent aus Steuermittel refinanziert werden: Keine Kürzungen von Bundeszuschüssen.

Eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters wird abgelehnt.

Sprecherinnen des Bündnisses sind:

Oberkirchenrätin Prof. Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg;

Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Landesverbands Baden-Württemberg;

Hans-Josef Hotz, Landesverbandsvorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg;

Maike Schollenberger, Landesbezirksleiterin von ver.di Baden-Württemberg.

Weitere Infos:

http://buendnis-gegen-altersarmut.de/

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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