Förderpreis „Ehrenamt macht Schule“ 2026: Der Landesverband der Schul- und Kitafördervereine Baden-Württemberg (LSFV BW) würdigt Forschergeist, Kreativität und ehrenamtliches Engagement mit insgesamt 12.000 Euro Preisgeld. Der erste Platz geht nach Iffezheim.

Ein Pausenhof, den Schülerinnen und Schüler selbst planen und gestalten, Kinder, die zu kleinen Chemieforschern werden, oder Jugendliche, die ihr Wissen an Jüngere weitergeben: Wie vielfältig und wirkungsvoll das Engagement von Schul- und Kitafördervereinen sein kann, zeigte sich am Mittwochabend im Hospitalhof Stuttgart. Dort zeichnete der Landesverband der Schul- und Kitafördervereine Baden-Württemberg e. V. (LSFV BW) sieben herausragende Projekte mit seinem Förderpreis „Ehrenamt macht Schule“ 2026 aus.
Unter dem Motto „Forschen, Tüfteln, Zukunft gestalten – Fördervereine für starke Kinder und Jugendliche“ hatten sich zahlreiche Vereine aus Baden-Württemberg beworben. Eine unabhängige Jury wählte die sieben Preisträger aus, die mit insgesamt 12.000 Euro ausgezeichnet wurden.
Der erste Platz geht nach Iffezheim
Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz sicherte sich der Förderverein der Maria-Gress-Schule Iffezheim e. V. mit seinem Projekt „Pimp up our Pausenhof“. Gemeinsam mit regionalen Handwerksbetrieben planen und gestalten Schülerinnen und Schüler ihren Pausenhof neu. Dabei verbinden sie Mathematik und Technik mit handwerklicher Praxis, entdecken berufliche Perspektiven und erleben, wie aus ihren eigenen Ideen etwas Bleibendes entsteht.
Der zweite Platz (2.500 Euro) ging an den Förderverein der Friedrich-Realschule Weinheim. Bei „Family-Making im Makerspace“ tüfteln Eltern und Kinder gemeinsam mit Robotern, 3D-Druckern und moderner Technik. Den dritten Platz (2.500 Euro) erhielt der Förderkreis der Grund- und Realschule St. Bernhard in Bad Mergentheim für seine „MINT-Tandems – Zukunftsmacher von morgen“, bei denen ältere Schülerinnen und Schüler ihr Wissen an Grundschulkinder weitergeben.
Auch die weiteren ausgezeichneten Projekte zeigten die große Bandbreite des diesjährigen Förderpreises: Der Schul- und Kindergarten-Förderverein Distelhausen e. V. (Platz 4) verwandelte eine ungenutzte Wiese in einen Natur-, Lern- und Erlebnisraum. Beim Förderverein Bauernhofkindergarten Jagsttalhof e. V. aus Ellwangen (Platz 5) erforschen Kinder natürliche Baustoffe und bauen gemeinsam einen Lehmofen. Das „Mach-Mit-Labor“ des Fördervereins der Kilian-von-Steiner-Schule Laupheim (Platz 6) begeistert seit vielen Jahren Grundschulkinder für Chemieexperimente. Und die Fördergemeinschaft der Carl-Engler-Schule Karlsruhe e. V. (Platz 7) vermittelt mit „Mensch, Klima, Technik“ jüngeren Kindern Wissen über den Klimawandel. Die Plätze vier bis sieben waren jeweils mit 1.000 Euro dotiert.
Ehrenamt verdient mehr als Applaus
Bei der feierlichen Preisverleihung, moderiert von der Journalistin Isabel Diez, würdigten Laudatorinnen und Laudatoren die Projekte und die Menschen, die dahinterstehen. Die Preisträger nahmen auf der Bühne ihre symbolischen Schecks und Blumensträuße entgegen.
Ute Heß, Vorsitzende des LSFV BW, betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für die Bildungslandschaft: „Denn Schule können wir alle nur gemeinsam machen.“
Auch Staatssekretär Andreas Deuschle vom Ministerium für Kultus Baden-Württemberg unterstrich in seinem Grußwort die wichtige Rolle der MINT-Bildung. Wissenschaftliche und technische Kenntnisse und Kompetenzen bildeten eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg zahlreicher Unternehmen in Baden-Württemberg.
Unterstützt wird der Förderpreis von der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, die bei der Verleihung durch Dorothee Lang-Mandel, Leiterin der Unternehmenskommunikation, vertreten war. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Den musikalischen Rahmen gestalteten die beiden jungen, vielfach ausgezeichneten Musikerinnen Valeria Wand (Klavier) und Clara Sophia Kefer (Violoncello).
Mit dem Förderpreis möchte der LSFV BW nicht nur besonders gelungene Projekte auszeichnen, sondern die Leistung aller Schul- und Kitafördervereine im Land sichtbar machen. Denn hinter vielen zusätzlichen Bildungsangeboten stehen Ehrenamtliche, die Zeit investieren, Ideen entwickeln, Partner gewinnen und gemeinsam mit Schulen und Kitas neue Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche schaffen.
Dass dieses Engagement verlässliche Unterstützung braucht, brachte Ute Heß mit einer klaren Botschaft auf den Punkt: „Denn wer will, dass das Ehrenamt dauerhaft stark bleibt, muss jene stärken, die es Tag für Tag tragen.“
Der Landesverband der Schul- und Kitafördervereine Baden-Württemberg e. V. vertritt die Interessen der Schul- und Kitafördervereine im Land. Er unterstützt ihre ehrenamtliche Arbeit durch Rechtsberatung, Fortbildungen, Informationen und Vernetzung und setzt sich für gute Rahmenbedingungen und die gesellschaftliche Anerkennung ihres Engagements ein.
Foto (Venera Redzepi): Gruppenfoto auf der Bühne – Gemeinsam für das Ehrenamt: Die sieben ausgezeichneten Fördervereine mit Mitgliedern der Jury sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Landesverband und der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg bei der Preisverleihung „Ehrenamt macht Schule“ 2026 im Hospitalhof Stuttgart.
PM Landesverband der Schul- und Kitafördervereine Baden-Württemberg e. V.