Bei Donzdorf haben Mitte Oktober 2026 die Bauarbeiten für die geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage „Solarpark Kuchalber Halde“ begonnen. Der Solarpark entsteht südlich der bestehenden Siedlung des Weilers Kuchalb, einem Teilort von Donzdorf. Umgesetzt wird das Projekt von der Stauferwerk GmbH & Co. KG, einer Tochtergesellschaft des Geislinger Albwerks. Die Planung und Projektierung erfolgten durch das Albwerk. Auf einer Fläche von knapp fünf Hektar entsteht in den kommenden Monaten ein Solarpark mit einer Leistung von rund 5,9 Megawattpeak. Nach aktuellem Planungsstand ist die Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2027 vorgesehen.
Vom Planungsprozess zur Bauphase
Dem Baustart gingen mehrere Jahre der Planung und Vorbereitung voraus. Seit 2022 wurde das Projekt entwickelt und die erforderlichen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Nun beginnt die sichtbare Bauphase vor Ort. Im Vorfeld des Baustarts fand am 6. Oktober 2026 eine Informationsveranstaltung für einen eingeladenen Teilnehmerkreis statt. Projektleiter Jens Bollet vom Albwerk informierte dabei Verpächter, Anrainer, Bürgerinnen und Bürger des Weilers Kuchalb sowie Vertreter der Kommune über das Vorhaben, den geplanten Ablauf und mögliche Auswirkungen der Bauarbeiten.
Die Photovoltaik-Freiflächenanlage entsteht auf einer Fläche von 4,96 Hektar und wird mit insgesamt 9.558 Solarmodulen ausgestattet. Im unmittelbaren Anschluss an das Projektgebiet wurde zudem eine rund einen Hektar große Ausgleichsfläche als artenschutzrechtliche Maßnahme angelegt. Zwischen den Modulreihen sind Abstände von mindestens vier Metern vorgesehen, um die Entwicklung von Vegetation auf der Fläche zu ermöglichen. Mit einer installierten Leistung von 5,9 Megawattpeak trägt die Anlage zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in der Region bei. Zum Projekt gehört außerdem eine rund 2,7 Kilometer lange Kabeltrasse, über die die Photovoltaikanlage an das Mittelspannungsnetz des Albwerks angebunden wird.
„Mit dem Baustart wird nun sichtbar, woran wir in den vergangenen Jahren gemeinsam gearbeitet haben. Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung vor Ort – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt“, sagt Ralf Wuchenauer, Geschäftsführer des Stauferwerks.
„Mit der Photovoltaik-Freiflächenanlage auf der Kuchalb schaffen wir in unserer Region zusätzliche Kapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Das Projekt zeigt, wie wir die erneuerbare Energieerzeugung hier vor Ort weiter ausbauen können“, sagt Thorsten Gamm, Leiter des Bereiches Erneuerbare Energien beim Albwerk.
Bauarbeiten in mehreren Abschnitten
Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten. Zunächst werden die Zaunanlage errichtet und die für die Montage der Unterkonstruktion erforderlichen Maßnahmen durchgeführt. Anschließend folgt die Herstellung der Kabeltrasse sowie die Montage der Solarmodule und elektrotechnische Arbeiten.
Die rund 2,7 Kilometer lange Kabeltrasse verläuft überwiegend entlang bestehender Wege. Im Bereich Tegelhof wird die Leitung über Wiesenwege geführt. Für die Verlegung der Erdkabel wird überwiegend eine Grabenfräse eingesetzt. Dieses Verfahren reduziert den Flächenbedarf während der Bauarbeiten und hält die Eingriffe in die Umgebung möglichst gering.
Erweiterung um Batteriespeicher geplant
Bereits heute wird die Weiterentwicklung des Standorts vorbereitet. Vorgesehen ist die Erweiterung um ein Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 2,5 Megawatt und einer Speicherkapazität von rund 5 Megawattstunden. Der Speicher soll die Photovoltaikanlage ergänzen und eine flexiblere Nutzung des erzeugten Stroms ermöglichen.
| Das Projekt auf einen Blick
· Standort: Kuchalb · Fläche: 5,96 Hektar inklusive Ausgleichsfläche · Leistung: 5,926 Megawattpeak · Solarmodule: 9.558 · Kabeltrasse: rund 2,7 Kilometer · Projektstart: 2022 · Geplante Inbetriebnahme: zweites Quartal 2027 · Batteriespeicher als Erweiterung vorgesehen |
Foto (Stauferwerk): Projektleiter Jens Bollet vom Albwerk informiert geladene Personengruppe vor Ort über das Projekt und den geplanten Bauablauf
PM Stauferwerk GmbH & Co. KG