Als CDU-Kreis- und Gemeinderat fordere ich dazu auf, Möglichkeiten zu prüfen, wie die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Autobahn besser vor den Belastungen durch den Umleitungsverkehr geschützt werden können. Dazu kann auch ein Abfahrtsverbot, wie in anderen Landkreisen bereits praktiziert, gehören.
Die betroffenen Kommunen leiden durch das hohe Verkehrsaufkommen enorm. Lärm, Abgase und ein erheblicher Zeitverlust für kurze Wegstrecken zu den Geschäften sind die negativen Folgen für die gesamte Bevölkerung entlang der Umleitungsstrecken. Dazu kommt noch die erhöhte Gefahr, dass durch den Stau Rettungsfahrzeuge schwerer zu ihrem Einsatzort kommen. Somit steigt das Risiko, die notwendige Versorgung in einem Notfall nicht mehr sicherstellen zu können, wesentlich. Es sind also nicht nur „gefühlte“ Beeinträchtigungen, sondern mit ständiger Regelmäßigkeit erhebliche Nachteile für die Menschen.
Vor allem mit Blick auf den kommenden Ausbau der Autobahn und den damit verbundenen möglichen Verkehrsbehinderungen, wird sich die Situation vielleicht noch einmal verschärfen und die Kommunen noch stärker belasten. Wir dürfen nicht immer nur abwarten, sondern müssen jetzt die Vorbereitungen treffen, damit es nicht zum Verkehrskollaps in den Städten und Gemeinden entlang des Albaufstiegs bzw. des Albabstieges kommt. Unter Umständen braucht es dieses Abfahrtsverbot für den Durchgangsverkehr auch bei uns, weil Navigationsgeräte nicht immer die optimale Verkehrssituation auf der Autobahn einschätzen und zum Abfahren hinweisen. Daher sind sowohl eine weitgehend intelligente Verkehrssteuerung, als auch ein mögliches Abfahrtsverbot dringend notwendig, um die Verkehrswege offen zu halten und das Leben der Bevölkerung nicht zu sehr zu strapazieren. Wir dürfen uns nicht immer nur stur an Paragrafen klammern, sondern müssen pragmatisch im Sinne der Menschen handeln und die Vorschriften entsprechend anpassen.
Der Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner ist eindeutig, dass etwas passieren muss. Dies war unter anderem auch ein Thema bei einem Infostand der CDU in Bad Boll. Gefahrensituationen kommen wohl häufiger vor und müssen in jedem Fall zum Handeln anregen. Sei es auch mit schnellen Maßnahmen, wie z.B. einem Haltverbot an den Gefahrenstellen.
PM CDU Raum Bad Boll