Meinung: Verkehrsminister Bilger will mehr in den Straßenbau denn in die Schiene investieren

Schuld sind die Trassenpreise, also die Maut der Schiene, die für jeden Zug bezahlt werden müssen, der die Schienen der Deutschen Bahn benutzt. Diese werden zukünftig stark steigen, denn nach einem Urteil der EU-Gerichte kann die Bahn über die Höhe frei entscheiden. Bisher waren die Preise durch die Bundesregierung gedeckelt. Zwar könnte Bilger auch jetzt eine niedrige Maut festlegen, denn die Bahn gehört dem Bund, aber dies will er nicht.
Und noch weitere Mittelkürzungen werden die Bahn treffen. Bisher geht ein guter Teil der LKW-Maut in den Aufbau des Schienenverkehrs. Dies will Bilger komplett stoppen. Er will das Geld für den Ausbau des Autobahnnetzes verwenden.
Das heißt, viele Planungen der Bahn in neue Schienenwege werden in die Schublade verschwinden. Nebenstrecken wieder stillgelegt und der Verkehr verlagert sich, sehr zur Freude des Autolobbisten Bilger wieder auf die Straße.
Der sicher falsche Weg! Für die Wirtschaft und für die Umwelt!
Joachim Abel

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