Landrat Markus Möller verweist immer gerne auf die „Freiwilligen Leistungen“, wenn es um Kürzungen geht. Hier setzt er die Axt an und zerstört über Jahrzehnte gewachsene Strukturen. Dabei vergisst er einen anderen Bereich, in dem sich auch gewaltig sparen ließe.
Die Einwohnerzahl des Landkreises Göppingen wuchs von 257.783 im Jahr 2005 auf 258.048 im Jahr 2025. Das ist eine Steigerung von 0,4 %.
Die Zahl der Mitarbeiter (ohne AWB und AFK) betrug im Jahr 2005 815 und im Jahr 2025 nach Angaben auf der Homepage 1300. Das ist eine Steigerung von 46 %.
Das passt nicht zusammen. Ja, die Aufgaben haben sich verändert, sie sind auch mehr geworden, aber gleichzeitig sind die Zahlen für Bauanträge rapide zurückgegangen und die EDV und KI hat in der Verwaltung Einzug gehalten.
Ich glaube, der Landrat sollte nicht nur die eine oder andere Stelle nicht neu besetzen sondern radikal die Verwaltung nach unnötigen Stellen durchforsten und MitarbeiterInnen nach Erreichung des Ruhestandes oder nach Verzug zu einem anderen Arbeitgeber nicht wieder besetzen. Ziel muss zumindest eine Zahl von unter 1000 MitarbeiterInnen sein.
Da ließen sich dann einfach mal rund 15 Millionen Euro im Jahr einsparen.
Joachim Abel