Der Mercedes-Vorstand kündigt Werkschließungen an, wenn Arbeitskosten nicht sinken. Mehr arbeiten, mindestens zwei Stunden pro Wochen ohne Lohnausgleich.
Aber warum sollen wieder nur die Arbeiterinnen und Arbeiter den Preis für das Versagen von Vorstand und Aufsichtsrat zahlen? Warum werden die Lasten nicht verteilt?
Warum verzichten die Vorstände nicht auf ihr Gehalt, ihre Tantiemen und sonstige Vergütungen, die über eine Million Euro pro Jahr liegen? Ist eine Million im Jahr nicht genug zum Leben?
Und warum streicht man den Aktionären nicht für die nächsten zehn Jahre ihre Dividende? Die Aktionäre haben sich in den letzten zehn Jahren dumm und dämlich verdient. Jetzt, in der Not könnten sie auch ihren Beitrag leisten.
Wenn Vorstände und Aktionäre mit gutem Beispiel vorausgehen, werden sicher auch die Arbeitnehmer ihren Beitrag leisten.
Joachim Abel