Datum/Zeit
Date(s) - 04/09/2016
17:00 - 18:30
Veranstaltungsort
Göppingen-Jebenhausen - Jüdisches Museum
Kategorien
Ein Vortrag im Jüdischen Museum in Jebenhausen beleuchtet die jiddische Sprache.
Manche jiddischen Worte sind heute in der deutschen Alltagssprache noch gebräuchlich wie „Moos“ für Geld, „Massel“ für Glück, „meschugge“ für verwirrt oder „Maloche“ für schwere Arbeit. Im Mittelalter übernahmen die Juden das Mittelhochdeutsch der jeweiligen Dialektregion, angereichert durch hebräische Wörter. Durch die Vertreibung nach Osten ging der Kontakt mit der Entwicklung des Neuhochdeutschen verloren, so dass sich eine eigenständige Tochtersprache entwickelte, die Elemente des Mittelhochdeutschen bewahrte wie das Alemannisch-Schwäbische auch. Jiddisch ist heute vom Aussterben bedroht. Dr. Manfred Wespel, Prof. i. R. für deutsche Sprache an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, wird in seinem Vortrag die Geschichte der jiddischen Sprache beleuchten und sie auch zu Gehör bringen. Die Veranstaltung findet zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur am Sonntag, 4. September, statt. Dieser Tag möchte dazu beitragen, die Geschichte, Traditionen und Bräuche des europäischen Judentums besser bekannt zu machen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Sprachen der Juden“. Das Jüdische Museum in der Alten Kirche Jebenhausen geht zum Motto passend der Geschichte der jiddischen Sprache nach. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Jüdischen Museum in Jebenhausen, Boller Straße 82. Karten sind an der Museumskasse für fünf Euro, ermäßigt vier Euro, erhältlich.