Passionskonzert mit dem Scherer-Ensemble, Ulm,

Datum/Zeit
Date(s) - 03/04/2026
19:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Geislingen - Stadtkirche

Kategorien


Evangelische Stadtkirche Geislingen an der Steige

Karfreitag, 3. April, 19 Uhr

Passionskonzert mit dem Scherer-Ensemble, Ulm,

Leitung-Thomas Müller

Orgel-Thomas Rapp

Zu Gast ist das überregional renommierte Schererensemble, dessen Vokalsolisten aus der Region Geislingen-Ulm stammen. Unter der Leitung von Thomas Müller bringen die Sängerinnen und Sänger Musik von J.S. Bach und dessen Leipziger Amtsvorgänger Johann Kuhnau zu Gehör. Mit Hans Leo Hassler steht ein Meister des siebzehnten Jahrhunderts mit dem Tschechen Zelenka ein Komponist des achtzehnten auf dem Programm. der

Johann Sebastian Bachs Passions-Partita „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ zieht sich als roter Faden durch das Programm. Der Text des zugrunde liegenden Chorals stammt vom Barockdichter Christian Keimann, der mit seinen geistlichen Liedern auch in heutigen Gesangbüchern vertreten ist.

Nach der eingangs zu hörenden vokalen Vorstellung des Chorals „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ sind die restlichen Vokalwerke in fünf Blöcken in Bachs „Partite diverse“ verflochten. Sie markieren einzelne Stationen der Passion. Nach dem Auftakt aus Grauns Passionskantate „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ schildern die Werke des zweiten, lateinischen Blocks die Szene in Gethsemane, die Todesangst Jesu am Vorabend der Kreuzigung. Die im Mittelteil erklingenden Passionschoräle entstammen der Feder von Hans Leo Hassler, in zwei Fällen unmittelbar, im Falle von Bachs „O Haupt voll Blut und Wunden“ in der Melodiefindung. Die beiden lateinischen Werke nach Lottis achtstimmigem Crucifixus sind musikalische Betrachtungen des Leidens Mariä. Der letzte Vokalteil besteht aus Reflexionen im Nachgang zur Kreuzigung. Die Sätze entstammen dem Passionsteil aus Händels „Messias“ und den in Hasslers Ulmer Jahren komponierten Kirchengesängen von 1608. Mit dem „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Schütz erklingt vor der letzten Choralvariation der Kern der theologischen Substanz des Passionsgeschehens.

Das Scherer-Ensemble, benannt nach dem Ulmer Münsterorganisten und Musikdirektor Sebastian Anton Scherer (1631 bis 1712), widmet sich insbesondere der Wiederentdeckung und Aufführung von Musik aus Ulm und Oberschwaben sowie dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg. Das Anliegen, regionale Musikgeschichte darzustellen, ist zugleich Ausgangspunkt für weitere musikalische Exkursionen, die eine Einordnung der regionalen Musikschätze ermöglichen.

Karten gibt es nur an der Abendkasse.

Das Programm- und Textheft entspricht der Eintrittskarte. Dieses erwerben Sie zu € 15.- (Schüler und Studenten € 10.-) an der Abendkasse ab 18 Uhr.

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