Nach intensiven und harten Verhandlungen haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) in der vierten Verhandlungsrunde am Abend (Donnerstag, den 01. Oktober 2026) auf ein Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten in der Druckindustrie geeinigt. Vereinbart wurde eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um insgesamt 5,0 Prozent: Zum 01. Januar 2027 werden diese um 2,0 Prozent erhöht und zum 01. Juli 2027 um weitere 1,0 Prozent. Eine dritte Erhöhung erfolgt zum 01. April 2028 um weitere 2,0 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen überproportional um insgesamt 7,0 Prozent und in zwei Schritten: zum 01. November 2026 und zum 01. April 2028 um jeweils 3,5 Prozent. Die Laufzeit beträgt 29 Monaten bis zum 31. Dezember 2028.
Zum Abschluss erklärt die ver.di-Verhandlungsführerin Rachel Marquardt: „Mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen konnte ein mehr als vertretbares Ergebnis für die Beschäftigten in der Druckindustrie erreicht werden. Die dauerhaft wirksame Lohnerhöhung um insgesamt 5,0 Prozent für die Kolleginnen und Kollegen in der Druckindustrie sowie die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sind positiv zu bewerten. Das Erreichen der Tariferhöhung war nur durch einen Kompromiss bei der Laufzeit möglich.“
Die Verhandlungskommission empfiehlt den Mitgliedern der Tarifkommission die Annahme des Verhandlungsergebnisses. Die Tarifkommission entscheidet am 13. Oktober 2026 über die endgültige Annahme des Ergebnisses.