GdP warnt Bundesregierung: Hände weg von Rente, Pension und Gesundheitsversorgung

Vor dem bundesweiten DGB-Aktionstag am Samstag (26.9.) warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Bundesregierung davor, Reformen und Einsparungen auf dem Rücken von Polizeibeschäftigten auszutragen. Debatten über längere Lebensarbeitszeiten, Einschnitte bei Rente und Pension sowie steigende Belastungen bei Kranken- und Pflegeversicherung treffen auch die Menschen in Sicherheitsbehörden . Gleichzeitig wartet die Beamtenschaft des Bundes weiter auf eine verfassungskonforme Besoldung.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen haben Millionen Überstunden angehäuft, arbeiten nachts, am Wochenende und an Feiertagen und halten für diesen Staat jeden Tag den Kopf hin, riskieren bei Einsätzen ihr Leben. Wer jetzt bei Rente, Pension oder Gesundheitsversorgung kürzen will, hat nichts verstanden und bekommt unseren entschiedenen Widerstand“, sagt GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke.

Die GdP lehnt eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und Einschnitte bei der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren ab. Auch steigende Belastungen bei Kranken- und Pflegeversicherung dürfen nicht zur Dauerlösung werden. Hinzu kommen hohe Lebenshaltungskosten – vom Wohnen bis zum täglichen Weg zur Arbeit.

Besonders scharf kritisiert die GdP, dass die Beamtinnen und Beamten des Bundes weiterhin auf eine verfassungskonforme Besoldung warten. Bundesregierung und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stehen in der Pflicht, endlich zu liefern.

„Der Staat kann von seinen Beschäftigten nicht immer mehr Arbeit verlangen und ihnen gleichzeitig ans Geld wollen. Eine verfassungskonforme Besoldung ist keine Wohltat, sondern Pflicht. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben Respekt und Verlässlichkeit verdient – bei Besoldung, Rente, Pension und Gesundheit“, so Kopelke.

Deshalb geht die GdP am Samstag gemeinsam mit den anderen DGB-Gewerkschaften am bundesweiten Aktionstag auf die Straße.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit über 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.

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