Das Jahr ohne Sommer 1816

Datum/Zeit
Date(s) - 29/11/2016
19:30 - 21:00

Veranstaltungsort
Göppingen - Museum "Storchen"

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Vor 200 Jahren litt unsere Region an einer Klimakatastrophe. Schweren Gewittern, Hagelunwettern und Überschwemmungen des Sommers 1816 folgte ein besonders strenger Winter.

das-jahr-ohne-sommer-1816Den wahren Grund dieser Katstrophe, der Ausbruch des Vulkans Tambora im April 1815 im fernen Südostasien, kannte damals niemand. Viel wurde spekuliert: Handelte es sich um ein göttliches Strafgericht, oder waren doch Sonnenflecken bzw. das Vordringen des arktischen Eises im Nordatlantik der Grund? War gar Benjamin Franklin an allem schuld? Sicher konnten nur die Symptome der Katastrophe wahrgenommen werden: Unwetter, Missernten und Hungersnöte. Die Versorgung der Bevölkerung war nicht mehr sichergestellt, die Wirtschaft litt schwer. Am Dienstag, 29. November, wird Sabine Holtz, gebürtige Süßenerin und Professorin für Landesgeschichte an der Universität Stuttgart, die beträchtlichen Auswirkungen schildern, die der Ausbruch des Tambora auf den deutschen Südwesten und speziell auf das Königreich Württemberg hatte. Diese waren auch im Filstal zu spüren, wo es kaum etwas zu ernten gab. Die Folgen der Klimakatastrophe waren ein starker Anstieg der Getreide- und Brotpreise und eine Hungersnot. Die Zeit 1816/17 ging deshalb als „Hungerjahr“ und „Theure Zeit“ in die Geschichte ein. Der Vortrag findet im Museum im Storchen statt. Er beginnt um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet fünf bzw. vier Euro, bis 18 Jahre frei.

Feierliche Einbringung des ersten Erntewagens in Geislingen nach der Hungerszeit im Jahr 1817. Aquarell von Jacob Früholz. Heimatmuseum Geislingen/Steige

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