Meinung: Der Landkreis ist pleite und reißt seine Kommunen mit in den Abgrund

Seien wir ehrlich, es wird im nächsten Jahr nicht mehr viele „Freiwillige“ Leistungen des Landkreises, der Städte und Gemeinden mehr geben. Der Landkreis hat seine Sozialausgaben schon bis auf ein Minimum reduziert, jetzt nach der Erhöhung der Kreisumlage werden die Städte und Gemeinden folgen.

Die Sozialorganisationen und Kirchen können dies nicht auffangen. Aber damit nicht genug. Auch der ÖPNV wird leiden, Buslinien werden gestrichen, Schülerverkehre für die Eltern teurer und umständlicher.

Sanierung der Kreis- und Gemeindestraßen? Wohl eher erst, wenn nicht einmal mehr ein Traktor darauf fahren kann.

Dazu werden gebühren erhöht, auch für das riesengroße Parkhaus am Landratsamt. Jetzt stehen andere Parkplätze leer, sind für den Verkehr gesperrt.

Und die ALB FILS KLINIK? Wie lange kann sich der Landkreis dieses Kreiskrankenhaus noch leisten? Steht schon ein Verkauf im Raum? Es gibt sicher schon Pläne im Landratsamt. Was nützt einem Landkreis die beste Klinik im Land, wenn die Patienten das Taxi zur Klinik nicht mehr bezahlen können, weil die Busse nicht mehr fahren.

Ich war immer für einen Klinikneubau zusammen mit dem Christophsbad, an deren Standort. Das hätte Millionen gespart und das Christophsbad ist ein solventer Partner. Erst jüngst zeigte sich deren Vorstand mit dem Betriebsergebnis zufrieden. Aber der ehemalige Landrat und die Kreistagsabgeordneten, von denen immer noch einige im Kreistag sitzen, wollten nicht teilen.

Joachim Abel

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