Erfreut und dankbar ist die Salacher SPD-Gemeinderatsfraktion über den nach kontroverser Debatte am Ende mit großer Mehrheit beschlossenen Erhalt des Salacher Familientreffs.
Von der Verwaltung war in der Vorlage eine Schließung vorgeschlagen, nachdem der Landkreis die Finanzierung zum Jahreswechsel einstellt. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag gestellt, den gut nachgefragten Familientreff mit kleinerem Budget fortzuführen. Gemeinderat Peter Hofelich: „Wir sind dankbar, dass wir nach intensivem argumentativen Ringen eine Wendung im Gremium herbeiführen konnten. Salach setzt damit auch ein weiteres Signal für Kinder und Familien!“
Im Anschluss an die Haushalts-Einbringung war der Tagesordnungspunkt ‚Einstellung Familientreff‘ im Ratssaal mit Spannung erwartet worden. Die Verwaltung hatte zu erkennen gegeben, daß ihr eine Schließung schwer fällt, sie aber die vom Landkreis nicht mehr finanzierten 45.000 Euro Personalkosten nicht tragen wolle. Kooperationsgespräche mit der Stadt Eislingen, die ihren Familientreff weiterführen wird, hatten kein Ergebnis gebracht, weil das Konzept nicht genügend Präsenz in Salach vorsah. Allerdings hatte der bisherige Träger des Salacher Treffs, die Caritas, im Vorfeld der Gemeinderatssitzung ein deutlich vergünstigtes Angebot für einen alleinigen Weiterbetrieb in Salach vorgelegt. Dieses Angebot traf die Erwartungen der beantragenden SPD-Fraktion, weil das wöchentliche Angebot des ‚offenen Treff‘ am Ort wie auch die Weiterexistenz des Baby-Treffs als „für uns nicht verhandelbare Punkte“ darin enthalten waren.
Die Gemeinderäte Peter Hofelich, Markus Ledermann und Werner Staudenmayer argumentierten klar und leidenschaftlich für den Erhalt: Das Angebot werde von den Eltern geschätzt, unverzichtbar auch für neu Hinzugezogene ohne familiäre Einbindung. Die frühkindliche Bildung sei nach der letzten Pisa-Studie noch einmal als dringlich anzusehen. In den bisherigen Beratungen im Salacher Gemeinderat sei die Arbeit des Familientreffs stets gelobt worden. „Unverständlich bleibt die Haltung des Landrats und einer Kreistagsmehrheit, eine kreisweite Aufgabe der Kinder und Jugendhilfe einfach mit dem Schlagwort der ‚Subsidiarität‘ auf die Gemeinden abzuwälzen. Und wenn es dann die Gemeinden nicht schaffen oder nicht wollen, das dann privat zu überlassen“, drückte Peter Hofelich für manche im Gremium seinen Unmut aus.
Nach einer Sitzungsunterbrechung auf deren Antrag, erklärte die CDU-Fraktion dann unter dem Eindruck der Beratung, dass sie dem Antrag der SPD zustimmen werde, wie dies vorher schon der Gemeinderat der SÖS erklärt hatte. Damit lautete der Beschluss: ‚Der Familientreff wird weitergeführt und das auf drei Jahre kalkulierte Angebot der Caritas ist Grundlage. Der Verwaltungsausschuss berät im Weiteren, wie das für Salach vorgesehene Konzept der Kinder- und Familienzentren ‚Wirbelwind‘ und ‚Hattie Bareiss‘ und ein Familientreff künftig mit ihren Angeboten zusammen wirken können‘. Bei 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung wurde der Antrag angenommen. Mit der weiteren Ausarbeitung wird die Verwaltung nach dem nun erfolgten Beschluss für den Erhalt auf den Gemeinderat wieder zukommen.
PM SPD Fraktion Salach