Ausstellungseröffnung „Morgens scheitert man am besten“ in der Kunsthalle

Datum/Zeit
Date(s) - 17/07/2026
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Göppingen - Kunsthalle

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Der Kunstverein Göppingen zeigt ab Freitag, 17. Juli, in der Kunsthalle seine Jahresausstellung „Morgens scheitert man am besten“ mit Werken des in Tübingen lebenden Künstlers Leo Staigle.

Bei der Eröffnung um 19 Uhr gibt Katia Fazio, künstlerische Leiterin des Kunstvereins, nach den Grußworten des Ersten Bürgermeisters Johannes Heberle und der Direktorin der Kunsthalle Dr. Melanie Ardjah eine Einführung in die Ausstellung geben.

Der Titel der Ausstellung verweist mit feiner Ironie auf einen existenziellen Zustand: auf jenen Augenblick, in dem der Mensch an seine eigenen Grenzen stößt und erkennen muss, dass nicht immer alles gelingen kann. Das Scheitern erscheint dabei nicht als Niederlage, sondern als Moment der Erkenntnis und des Weitermachens. Wie der Künstler selbst formuliert: „Nur die Fehler sind wertvoll, alles, was kein Fehler ist, ist schon bekannt.“

„Morgens scheitert man am besten“ ist zugleich der Titel einer 2022 entstandenen Werkserie kleinformatiger stilisierter Landschaftsdarstellungen. Über einen Zeitraum von etwa einem Monat malte Leo Staigle täglich auf hundert Jahre altem Papier. Die Malerei von Leo Staigle führt in Bildwelten, die auf den ersten Blick vertraut wirken, bei längerem Hinschauen jedoch Eindeutigkeit verlieren. Durch verschobene Perspektiven und leuchtende definierte Farbflächen entstehen surreale Räume, in denen Fragmente moderner Architektur, florale Elemente, Gebirgslandschaften sowie geometrische Formen und subtile Silhouetten nebeneinander bestehen.

Manche Motive lassen sich als Spuren menschlicher Anwesenheit lesen. Innen- und Außenraum sind nicht deutlich voneinander zu trennen und eröffnen Fragen nach Wahrnehmung und Wirklichkeit. Auch die Dimension der Zeit, des Alltäglichen spielt in den Arbeiten von Leo Staigle eine grundlegende Rolle.

Leo Staigles Werkschau umfasst großformatige Leinwände aus den Jahren 2020 bis 2026 sowie die neue Werkserie der „Lichtblöcke, bestehend aus zehn unterschiedlich großen bemalten Betonsäulen, die erstmals öffentlich zu sehen sind. Mit ihren fließenden Farbverläufen und kantigen Formen treten diese minimalistischen Objekte in einen unmittelbaren Dialog sowohl mit den Gemälden als auch mit dem realen Raum der „Halle oben“ in der Kunsthalle.

Leo Staigle lebt und arbeitet in Tübingen. Er studierte Industriedesign und Creative Direction an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim sowie Bildhauerei bei Professor Abraham David Christian. Seit 2020 widmet er sich der Malerei. Seine Arbeiten waren bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem in der Tübinger Galerie Peripherie, in Berlin sowie auf der art Karlsruhe.

Rahmenprogramm:

Am Donnerstag, 30. Juli, um 19 Uhr gibt es eine Lesung mit Dr. Kai Bleifuß und Dr. Gerd Kolter. Am Donnerstag, 10. September, um 19 Uhr findet ein Gespräch zum Thema „Morgen wollen wir nicht scheitern. Ein Blick in die Zukunft mit jungen Kunstschaffenden” statt. Am Sonntag, 20. September, um 17 Uhr, steht die Finissage mit Künstlergespräch und Katalogpräsentation auf dem Programm.

Die Kunstvermittlung der Kunsthalle Göppingen bietet ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung mit Führungen, Lesungen und Workshops. Die Ausstellung ist vom 18. Juli bis 20. September zu sehen.

Foto (Leo Staigle): Ein Bild aus der Serie „Tage am Fenster“, Acryl auf Leinwand.

 

 

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