Was war das für ein Anblick der Tabelle am 13. November des letzten Jahres, als Frisch Auf den Hamburger Handballsportverein besiegte. Mit unglaublichen 14:10 Punkten, davon fünf in fremden Hallen, standen die Göppinger auf Platz acht des Rankings und viele, nicht alle dachten, das Team von Ben Matschke ist nun leistungsmäßig wirklich im oberen Tabellendrittel angekommen. Dachten sie, denn in den Wochen danach bis heute ist die pure Ernüchterung eingetreten, nur zwei magere Unentschieden aus den letzten zehn Begegnungen zieren die aktuelle Situation von 16:28 Zählern.
Diese nüchterne Bilanz von 2:18 Punkten würde bei vielen Clubs die Alarmglocken klingeln lassen und die Trainerfrage wäre die nächste Forderung aus dem Umfeld. Nun im Schwäbischen bleibt man zumindest äußerlich noch ziemlich gelassen, doch ich kann mir vorstellen, dass innerbetrieblich die berühmte „Kacke“ am Dampfen ist und die Telefondrähte zwischen Geschäftsführung, sportlicher Leitung sowie Aufsichtsrat werden wohl derzeit glühen. Zurecht, denn das Team von Ben Matschke liefert nicht mehr das, was vom Coach immer gefordert und ausgesprochen wird. Die Floskeln „wir haben uns gut vorbereitet, wir haben gut trainiert, die Mannschaft ist heiß“, die ziehen nicht mehr, denn das Umfeld in Göppingen will Ergebnisse sehen, nicht schön spielen und verlieren, sondern lieber schlecht und dafür wie man so schön sagt, dreckige Siege einfahren, denn letztendlich ist Handball ein Ergebnissport, mit Schönreden gewinnst du keine Punkte. Sprüche wie, „wir sind auf einem guten Weg“ sind reif für das Phrasenschwein, aber als Aussage oder auch Ausrede nach 22 Ligaspielen nicht mehr tauglich. Natürlich muss man einen Ole Pregler integrieren, aber mit Verlaub da hatte Matschke mit seiner Mannschaft fünf Wochen Vorbereitung um dies zu tun, deshalb gehört auch diese Ausrede in das Reich der Fabeln. Frisch Auf steht im Februar 2026 am Scheideweg, Ausreden des Teammanagers, egal welcher Art zählen nicht mehr und werden von der Fangemeinde nicht mehr hingenommen, irgendwann ist einfach Schicht im Schacht. Die Frage wird auch sein, wie sehen Hofele und Kühnle die beiden Geschäftsführer die Situation? ist die Frisch Auf Agenda 2030 von Aufsichtsratschef Weigele in Gefahr? Das sind Fragen auf die wohl in den nächsten Wochen Antworten kommen müssen, denn eines ist sicher, in Hannover am Sonntag kann man nochmal verlieren, acht Tage später jedoch im Heimspiel gegen den ThSV Eisenach ist verlieren verboten angesagt, denn sonst brennt der grün-weiße Baum, obwohl Weihnachten noch quasi Lichtjahre entfernt ist.