Am Donnerstag Warnstreik bei den Schienenwegen der SWEG

Im Rahmen der bundesweiten Tarifrunden im Entgelt (ETV-Tarifvertrag) und beim Manteltarifvertrag, wo es auch in der dritten Verhandlungsrunde am 5. Oktober kein Entgegenkommen der Arbeitgeber gab, ruft ver.di Baden-Württemberg am Donnerstag (29. Oktober) zum zweiten Mal die Beschäftigten der SWEG Schienenwege zum Warnstreik auf. Betroffen sind die Standorte Gammertingen sowie Lahr und Endingen. Aufgrund der Arbeitsniederlegungen in den jeweiligen Stellwerken ist mit Beeinträchtigungen im Zugverkehr zu rechnen.

Jan Bleckert, ver.di Landesfachbereichsleiter für den Verkehr: „Wir erwarten in der dritten Runde von den Arbeitgebern eine substanzielle Verbesserung ihres bisherigen Angebots, damit diese Entgelt-Tarifrunde endlich beendet werden kann. Die Vermischung mit Mantelthemen lehnen wir ab. Jetzt geht es ums Geld.“

Hintergrund bundesweite Entgeltrunde ETV:

Im ersten Verhandlungstermin an 13. August zum Eisenbahntarifvertrag (ETV) – für gut 30 private Verkehrsunternehmen mit insgesamt knapp 6.000 Beschäftigten – wurde von Seiten der Arbeitgeber gar kein Angebot vorgelegt.

Beim zweiten und dritten Verhandlungstermin sind ver.di und die Arbeitgeber am 31. August und am 5. Oktober ohne Ergebnis auseinandergegangen. Das vom Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen (AGVDE) vorgelegte Angebot hat ver.di als unzureichend zurückgewiesen. In der dritten Runde wurde das Angebot nicht verbessert, lediglich geforderte Verschlechterungen wurden zurückgenommen.

ver.di fordert auf Grundlage einer bundesweiten Beschäftigtenbefragung eine Erhöhung der Monatsentgelte um 6,5 Prozent für alle, dabei 100 Euro monatlich mehr für Auszubildende sowie eine jährliche Sonderzahlung von 650 Euro nur für ver.di-Mitglieder, um deren ehrenamtliches Engagement für bessere Tarife und Arbeitsbedingungen zu würdigen. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber, sieht bei einer Laufzeit von 26 Monaten eine Einmalzahlung von 270 Euro vor; eine erste Entgelterhöhung soll es mit 3 Prozent erst am 1. Dezember 2026 geben, und eine zweite mit 2 Prozent am 1. Januar 2028.

Der Eisenbahntarifvertrag (ETV) gilt für mehr als 30 Unternehmen in Deutschland, die Schienengüterverkehr, Schienenpersonenverkehr oder Straßenpersonenverkehr (ÖPNV) betreiben. In Baden-Württemberg sind die Albtalverkehrsgesellschaft sowie die SWEG betroffen.

Die vierte Verhandlungsrunde ist am 16. November 2026.

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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