Mehr Geld und Zukunft in der ME-Industrie: IG Metall fordert Arbeitgeber zum Handeln auf

  • Tarifverhandlungen für Metall- und Elektroindustrie starten am Mittwoch
  • Benner: „Wir erwarten ein Bekenntnis zu Standort und Beschäftigten“
  • Boguslawski: „Unser Tarifpaket wird jeder Lage der Unternehmen gerecht“

 

Zum Beginn der Tarifverhandlungen für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall die Unternehmen auf, die Stärken des Industriestandorts Deutschland mit seinen qualifizierten Beschäftigten zu betonen. „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber die Leistungen der Beschäftigten anerkennen und sich zum Standort bekennen“, sagt IG Metall-Chefin Christiane Benner. „Die Beschäftigten wollen Antworten statt Angstrhetorik. Ein Runterreden des Standortes akzeptieren wir nicht. Stattdessen erwarten wir von den Arbeitgebern, dass sie schnell Angebote mit Substanz auf den Tisch legen: für Kaufkraft und Beschäftigung. Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die ersten Verhandlungen.“

IG Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski betont, dass die Gewerkschaft mit ihrem geforderten Tarifpaket jeder Lage der Unternehmen gerecht wird: „Die Beschäftigten und die Konjunktur brauchen spürbare Kaufkraft, gerechte Anteile am wirtschaftlichen Erfolg und verlässliche Zukunftspläne der Unternehmen. Statt Wildwest-Methoden der Arbeitgeber sichern nur klare und gerechte tarifliche Regeln weiter eine gute Zukunft für alle.“

Die IG Metall fordert von den Arbeitgebern 5 Prozent höhere Entgelte und Ausbildungsvergütungen für 12 Monate. In Krisenunternehmen will die Gewerkschaft tarifliche Regelungen für sichere Zukunft und Beschäftigung in den Betrieben schärfen. Für die Beschäftigten in Boom-Unternehmen erwartet die IG Metall eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Darüber hinaus sollen Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen bessergestellt werden.

Die Verhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie werden für die unterschiedlichen Tarifregionen von den IG Metall-Bezirken geführt. Bis zum 31. Oktober gilt die Friedenspflicht; damit sind ab dem 1. November Warnstreiks möglich. Die ersten Verhandlungsrunden starten ab Mittwoch (in Klammern die Verhandlungsorte):

  • Mittwoch, 07. Oktober:
    Baden-Württemberg (Ludwigsburg); Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf)
  • Donnerstag, 08. Oktober:
    Bayern (München); Küste (Hamburg-Bergedorf), Niedersachsen (Langenhagen); Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (Osnabrück), Sachsen-Anhalt (Barleben)
  • Freitag, 09. Oktober:
    Mittelgruppe (Hessen, Pfalz, Rheinland-Rheinhessen, Saarland) (Frankfurt am Main)
  • Montag, 12. Oktober:
    Thüringen (Erfurt); Berlin-Brandenburg (Berlin)
  • Mittwoch, 14. Oktober:
    Sachsen (Chemnitz)

 

PM IG Metall

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