Das Leid mit der Schufa

Es gibt Menschen, die können sich alles leisten und sie bekommen auch jeden Kredit, den sie sich wünschen. Und dann gibt es solche, die vieles dringend bräuchten, es aber nicht erhalten, weil ihre Bonität nicht so optimal ist, wie es sich die Verkäufer wünschen. In vielen Fällen verhindert ein negativer Schufa-Eintrag das Zustandekommen eines wichtigen Vertrags. Das ist sehr schade und oft auch unnötig.

Deshalb ist die Bonität so wichtig

Wer eine Dienstleistung oder ein bestimmtes Produkt an den Mann oder die Frau bringen möchte, tut das natürlich, um Geld zu verdienen. Das Geld fließt aber nur dann zuverlässig, wenn der Kunde auch wirklich zahlungsfähig ist. Deshalb informieren sich viele Unternehmer bei der Schufa über die Bonität ihrer Kunden. „Schufa“ ist die Abkürzung für die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Ohne Schufa-Auskunft ist es schwer, überhaupt einen Kredit, Mietvertrag oder Mobilfunkvertrag zu bekommen. Das Fatale: Nicht nur für größere Investitionen wie den Kauf eines E-Autos ist eine positive Schufa-Auskunft erforderlich, sondern auch für die kleinen Anschaffungen des Lebens. Sogar viele Stromanbieter lehnen Kunden mit einer negativen Schufa-Auskunft ab. Die Schufa sammelt die Daten von rund 68 Millionen Menschen. Es gibt kaum einen Bürger, der nicht schon einmal zumindest unbemerkt mit der Schufa in Kontakt war. Es sind die Unternehmen selbst, die über die Zahlungsmoral ihrer Kunden berichten. Die Schufa weiß, welche Handyverträge existieren und können die Kreditlast realitätsnah einschätzen. Darüber hinaus dienen auch öffentliche Quellen wie das Schuldnerverzeichnis der Datengewinnung. Wer zu viele Schulden besitzt und seine Rechnungen nicht immer zuverlässig begleicht, bekommt schnell einen negativen Schufa-Eintrag.

Hoffnung bei negativer Schufa

Bei der Schufa erfolgt eine strenge Auswertung der Daten. Anhand des Materials errechnet die Auskunftei den sogenannten Score. Je höher der Score, desto wahrscheinlicher bezahlt der jeweilige Kunde seine Rechnung. Ein Score von 97,5 ist zum Beispiel sehr gut. Um die 80 steigt das Risiko für den Unternehmer erheblich. Sehr kritisch sind Scores unter 50. Kunden mit einem derart niedrigen Score haben kaum eine Chance, so sollte man jedenfalls meinen. Dennoch ist die Lage oft nicht so hoffnungslos, wie sie scheint. Viele Menschen nutzen die Chance, einen Handyvertrag trotz schlechter Schufa-Auskunft zu ergattern, denn zum Glück gibt es Portale, die eine Reihe an Möglichkeiten erörtern. So agieren zum Beispiel Anbieter auf dem Markt, die die Sache mit der Bonität nicht so streng sehen und auch bei negativer Schufa oft einmal ein Auge zudrücken. Lohnende Alternativen werden ebenfalls aufgezeigt. Dazu gehört zum Beispiel ein gebrauchtes Smartphone mit einem Prepaid-Tarif. Außerdem werden negative Schufa-Einträge irgendwann einmal gelöscht. Ist ein Kredit abbezahlt, dann erfolgt die Löschung drei Jahre nach der Tilgung. Das Gleiche gilt für Einträge im Schuldnerverzeichnis. Wer nachweisen kann, dass das Vollstreckungs- oder Amtsgericht einen Vermerk aus dem Schuldnerverzeichnis gelöscht hat, darf auch die Schufa um eine Korrektur bitten. Außerdem ist es möglich, fehlerhafte Einträge sowie solche über geringfügige Schulden oder titulierte Forderungen und Gerichtsdaten vorzeitig zu löschen.

Fazit: Wer knapp bei Kasse ist, dem bereitet die Schufa oft Probleme beim Abschluss von Verträgen. Doch trotz schlechter Bonität sind die meisten Menschen nicht chancenlos. Mit den richtigen Tipps klappt es auch mit dem Handyvertrag.

 

PM

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