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MRS-Sieg in Dubai und zwei weitere Podiumsplätze

Wie auch in den letzten Jahren startet das MRS-Team mit einem motorsportlichen Highlight in das Jahr 2019: die 24 Stunden Dubai. Zum neunten Mal reiste die Truppe aus Lonsee in die Wüste, um mit insgesamt fünf Fahrzeugen anzutreten.

Das Fahreraufgebot der diesjährigen Ausgabe der 24h Dubai besteht aus 14 Nationen und ist somit das internationalste Team im ganzen Starterfeld.

991 Klasse – Porsche 991 GT3 Cup
#979 – Olivier Baharian / Thierry Blaise / Manuel Nicolaidis / Michael Markussen
#980 – Helmut Rödig / Christopher Zöchling / Yukata Matsushima / Gosia Rdest / Wolfgang Triller
#989 – Tamotsu Kondo / Kenji Abe / Motoharu Sato / Xu Wei  / Naoki Yokomizo

SPX Klasse – Porsche 991 GT3 Cup
#990 – Werner Neugebauer /Daniel Schneider / Ricardo Mauricio / Dennis Dirani

GT4 Klasse – BMW M4 GT4
#426 – Franjo Kovac / Thomas Pekar / Fredrik Lestrup / Thomas Tekaat

Wie schon im Vorjahr hatte das Team bereits in den ersten Trainingssitzungen ein verunfalltes Fahrzeug zu beklagen, wieder war der Schaden so groß, dass die Reparatur über Nacht in einem ortsansässigen Karosseriebetrieb erfolgen musste. Gerade noch rechtzeitig, ca. sieben Minuten vor Ende des Qualifyings am Donnerstag, wurde jedoch das Auto mit der Startnummer 980 fertiggestellt und konnte sich somit auch für das Rennen rund um die Uhr auf einem immer noch beachtlichen fünften Rang qualifizieren.
Die Schwesterautos in der Klasse erzielten den achten und den elften Platz. Das rein brasilianisch besetzte Fahrzeug in der SPX Klasse konnte einen guten dritten Platz herausfahren. Der BMW GT4 erlangte den achten Platz in der Klasse.

Am Freitag um 15.00 Uhr starteten die 74 Fahrzeuge in das 24 Stunden Rennen in Dubai. Gleich in der ersten Runde konnte Christopher Zöchling auf der #980 sich von dem fünften auf den zweiten Platz vorarbeiten und schnappte sich einige Runden später die Führung. Den Vorsprung auf den Zweitplatzierten konnte er stetig ausbauen.

Bereits eine halbe Stunde nach dem Start kollidierte die #979 mit einem anderen Fahrzeug und musste mit defektem Kühler die Box ansteuern. Die MRS-Mechaniker gaben alles, um den Porsche so schnell wie möglich zu reparieren. Nach einer guten halben Stunde fuhr das Fahrzeug wieder auf die Strecke.

Kurz nach dem Unfall die Hiobsbotschaft: der Porsche #980, in Führung in der 991 Klasse liegend, erlitt im hinteren Teil der Strecke einen Reifenschaden und musste in langsamer Fahrt die Box ansteuern, was einen Verlust von einigen Minuten bedeutete. Dieser Zwischenfall warf den MRS-11er bis ans Ende der Klasse zurück.

In den darauffolgenden Stunden verlief alles nach Plan und ohne weitere Zwischenfälle. Durch konstante schnelle Rundenzeiten und fehlerfreier Fahrt war die Besetzung der #980 in der Lage, das Fahrzeug wieder unter die Top Drei zu bringen.

Auch die #990 überzeugte mit den schnellsten Rundenzeiten in der Klasse und konnte sich nach ein paar Stunden die Führung in der SPX Klasse sichern. Fortan lieferte sich die brasilianische Truppe einen engen Kampf mit dem Lamborghini Huracan, der bis zum Ende des Rennens andauern sollte.

Für den früh verunfallten Porsche mit der Nummer 979 ging es nun darum die verlorene Zeit in der Box wieder aufzuholen. Ohne weitere Zwischenfälle kämpfte sich die Mannschaft bis auf Platz Fünf in der Klasse vor.
Die #989 konnte gleich am Start zwei Plätze gutmachen und kämpfte sich in den nächsten Stunden auf Platz acht vor.
Der BMW GT4 verlor leider einige Zeit beim Boxenstopp, da die Tankstelle bei Code 60 einfach überfüllt war. Dennoch konnten sich die Fahrer mit konstanten Rundenzeiten behaupten.

Durch die Nacht hinweg war es ruhig für die MRS-Mannschaft. Man nutzte die Code 60 Phasen sehr gut für die Strategie aus, um sich Vorteile auf der Strecke zu sichern.

Das „Morgengrauen“ jedoch machte seinem Namen leider alle Ehre. Nach insgesamt 16 Stunden Rennzeit wurde es noch einmal kurz voll in der MRS-Box. Die Nummer 979 meldete Geräusche am Antrieb und kam in die Box. Der daraufhin diagnostizierte Getriebeschaden bedeutete das Ende der famosen Aufholjagd nach 16 Stunden.
Auch der Porsche mit der Nummer 989 musste das Rennen in der Box unterbrechen, ein Schaden an der hinteren Radaufhängung sorgte für eine ungewollte Pause.

In den letzten vier Stunden verteidigte die #980 den dritten Platz in der Klasse. Der Rückstand zum Zweitplatzierten betrug zu der Zeit sechs Runden.
Ohne Probleme lief dann auch die #989 weiter und versuchte fortan die verlorene Zeit wiedergutzumachen.
Mit nur einer Runde Rückstand setze die #990 die Hatz auf den Erstplatzierten fort, während der neue BMW GT4 sich mittlerweile in der Spitze der GT4 Kategorie etabliert hatte. Das Fahrzeug zählt zu den schnellsten in seiner Klasse.

In den letzten Stunden gaben die MRS-Fahrzeuge dann nochmal Alles.
Der Kampf um den Sieg in der GT4-Klasse zog sich bis zum Ende des Rennens, schon seit Stunden fuhren die Top 5 in Sekundenabständen um die Strecke. Durch schnellste Runden und kluge Strategie konnte sich die #426 schließlich in den letzten Minuten den Sieg in der GT4 Klasse sichern. Ein grandioses Rennen, wenn man bedenkt, dass das Fahrzeug von Platz acht aus ins Rennen ging.

In der 991 Klasse sicherte sich die #980 einen hochverdienten zweiten Platz nach einer bemerkenswerten Aufholjagd. Das Schwesterauto #989, das von mehreren Zwischenfällen geplagt war, erzielte den sechsten Platz. Ein tolles Ergebnis für die Fahrer. Über einen Podestplatz konnten sich die Brasilianer auf der #990 freuen. Nach einem fehlerfreien Rennen überquerten sie die Ziellinie als Zweiter in der SPX Klasse.

Karsten Molitor: „Das war schon ein richtig aufregendes Rennen und zugleich der größte Erfolg unseres Teams bei den 24 Stunden von Dubai. Hier mit fünf Autos anzutreten und eine solche Ausbeute zu erzielen, hat vor uns noch keiner geschafft. Ein Riesenlob an dieser Stelle an unsere gesamte Mannschaft hier vor Ort und auch an diejenigen, die bereits monatelang diesen Großeinsatz mit vorbereitet haben.

Bemerkenswert, dass wir unser erstes GT4-Rennen der Teamgeschichte gleich gewinnen konnten, das ist mit einem völlig neuen Auto durchaus nicht selbstverständlich. Die Konkurrenz in der GT4 Klasse war enorm, man muss sich nur einmal vor Augen führen, dass die ersten Zwei bis eine viertel Stunde vor Rennende nur durch 30 Sekunden voneinander getrennt waren.

In der SPX Klasse war es uns von vornherein klar, dass wir aus eigener Kraft gegen den deutlich stärkeren Lamborghini nichts ausrichten konnten. Umso wichtiger war es, dass wir immer am Limit gefahren sind und dabei keine Fehler gemacht haben. Wir freuen uns deshalb sehr über diesen zweiten Rang.

In der Cup Klasse sind wir im Prinzip immer der verlorenen Zeit durch den frühen Reifenschaden hinterher gehetzt. Auch wenn dies nur ein paar Minuten waren, heutzutage lässt nun mal ein 24 Stunden Rennen keinen Spielraum für solche Zwischenfälle. Die Fahrer auf dem asiatisch besetzten Auto haben einen tollen und fehlerfreien Job gemacht, sehr schade, dass am Morgen die Radaufhängung ein besseres Resultat vereitelt hat. Dennoch ist auch ein sechster Rang in dieser stark besetzten Klasse ein erfreuliches Endergebnis.

Der Ausfall der Nummer 979 macht uns hingegen sehr traurig. Die Aufholjagd nach dem Unfall zu Beginn des Rennes war wirklich sehenswert und aussichtsreich. Die Fahrer haben einen tollen Job gemacht und diesen Ausfall sicher nicht verdient. Leider gehört so etwas gerade im Langstreckensport dazu.

Alles in Allem sind wir jedoch sehr glücklich, von 5 Autos haben 4 die 24 Stunden überlebt, drei konnten einen Platz auf dem Podium erreichen, einer sogar mit einem bemerkenswerten Sieg. Danke an Alle, die ihren Teil dazu beigetragen haben ein solch tolles Ergebnis zu erreichen und danke an unsere Fahrer für ihr Vertrauen.“

 

PM Molitor Racing Systems GmbH

 

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