In den letzten zwei Wochen überschlugen sich die Ereignisse um den schwäbischen Traditionsclub. Ein Negativlauf von 0:10 Punkten im Dezember stellten die bisher glanzvolle Spielzeit in den Schatten, ein Interview von Gerd Hofele in der hiesigen Lokalpresse war absolut nicht zielführend, es war aus meiner Sicht eines Geschäftsführers dieses Traditionsclubs nicht würdig. Positiv hingegen ist der vorzeitige Spielertausch von Ole Pregler und Ludvig Hallbäck, dieser garantiert ein früheres Einspielen mit dem neuen Regisseur. Last but not least wird wohl mit Max Benecke ein weiterer U21 Weltmeister von 2023 ab Juli auf David Schmidt folgen.
Jetzt aber alles der Reihe nach. Vor zehn Tagen lieferten die Grün-Weißen ein sensationelles Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Flensburg ab, wurden allerdings aufgrund der mangelhaften Chancenausbeute und einiger technischer Fehler in den letzten Minuten um den verdienten Lohn ihrer Arbeit gebracht. Ex aequo couragiert traten die Grün-Weißen 35 Minuten lang in Berlin auf, was danach passierte spottet jeder Beschreibung und ist schwer nachvollziehbar. Es war nicht allein Lasse Ludwig im Tor der Berliner welcher Matschke und seinen Mannen den Schneid abkaufte, es waren auch wieder sehr schwache, halbhoch angesetzte Würfe sowie technische Fehler en Masse, die dann letztendlich im Desaster endeten. Warum auch immer der Übungsleiter Hallbäck in seinem letzten Spiel für Frisch Auf keine Minute Einsatzzeit gönnte, bleibt für mich unerklärlich. Vielleicht hätte diese Personalie Wirkung gezeigt oder zumindest für ein respektableres Ergebnis gesorgt. Aber hätte, wenn und aber, der Schwede ist nach eineinhalb Jahren in Göppingen Geschichte und die Fans im grün-weißen Lager dürfen sich nun schon früher auf ein Riesentalent des deutschen Handballs freuen, die Rede ist von Ole Pregler. Der gebürtige Melsunger, dem auch ein Angebot seines Heimatvereins vorlag, wird ab Februar der neue Taktgeber im Spiel von Frisch Auf sein. Der 23-jährige verfügt über ein gutes Auge, kann ein Spiel lenken und ist zudem mit einem sehr harten Wurf ausgestattet. Ebenfalls einen brutal harten Wurf mit der linken Klebe hat Max Benecke aus der „Hanningschen“ Talentschmiede der Berliner Füchse. Momentan ist der ebenfalls 23-jährige, der mit Pregler vor zwei Jahren U21 Weltmeister wurde, an den ThSV Eisenach ausgeliehen. Die angekündigte Verjüngungskur der Schwaben geht also vielversprechend in die nächste Runde, wenn nur nicht dieses Interview von Geschäftsführer Hofele gewesen wäre, welches total kontraproduktiv zur angekündigten Agenda 2030 von Frisch Auf steht. Zum Schluss wünsche Ich Ihnen allen treuen Lesern meiner Kolumne ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2026.