Der VfB ist auf Aufstiegskurs

Auch bei uns in Göppingen gehört der VfB Stuttgart zu den beliebtesten Vereinen. Immerhin ist er auch immer wieder bei Regionalturnieren dabei. Mit dem grandiosen 6:0-Erfolg beim 1. FC Nürnberg hat der VfB Stuttgart den Aufstieg in die erste Bundesliga so gut wie perfekt gemeistert. Vor dem letzten Spieltag stehen die Schwaben nun mit 58 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Zwar liegt der FC Heidenheim „nur“ drei Punkte dahinter, allerdings hat die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo ein um 12 Tore besseres Torverhältnis. Mit einem solchen Vorsprung ist der Aufstieg so gut wie sicher. Wir werfen einen Blick auf die hoffentlich letzte Zweitliga-Saison des VfB.

Auf durchwachsenen Auftakt folgt Siegesserie

Als der VfB Ende der vergangenen Saison den Gang in die zweite Liga antreten musste, waren sich die meisten Experten darüber einig, dass der Traditionsverein nach einer Spielzeit wieder in das Oberhaus zurückkehren würde. Paderborn, Union und Co. machten allerdings schon dem HSV letztes Jahr einen Strich durch die Rechnung. Der VfB war also gewarnt. Und trotzdem ist die Mannschaft eher durchwachsen in die neue Saison gestartet. Auf den Auftakterfolg gegen Hannover folgte ein Unentschieden gegen Heidenheim, darauf ein weiter Sieg und ein weiteres Unentschieden. Erst dann starteten die Schwaben ihre erste Siegesserie, die sie bis an die Tabellenspitze brachte. Besonders hervorgetan hat sich in dieser Phase Orel Mangala, der sich mit seinen Leistungen sogar für die belgische Nationalmannschaft empfohlen hat. Mit dieser könnte er bei der kommenden Europameisterschaft antreten. Belgien gehört bei den Sportwetten mit einer Quote von 7,00 momentan zu den Favoriten bei den kommenden Europameisterschaft. Und vielleicht ist Mangala ja tatsächlich dabei. Seiner Karriere würde das sicherlich guttun.

Schwächephase im Herbst kostet Nerven und Punkte

Nachdem sich die Mannschaft von Materazzo bis an die Tabellenspitze gespielt hatte, gab es im Oktober ein paar Rückschläge im Kampf um den Aufstieg. Mit gleich drei Niederlagen in Folge, darunter eine schallende 6:2-Niederlage beim Mitaufstiegsfavoriten HSV, dämpften natürlich erst einmal die Hoffnungen. Die ersten Kritiker wollten dem VfB bereits eine kleine Krise andichten. Zwar hat sich das Team vor der Winterpause wieder gefangen, mit zwei Unentschieden zum Jahresausklang, trat der VfB aber auch ein bisschen auf der Stelle. Auf dem Relegationsplatz ging es dann in die wohlverdiente Winterpause. Hier wurde dann auch Materazzo als neuer Chefcoach vorgestellt. Der Trainer übernahm in der Winterpause von Tim Walter.

Mit Bravour in die Rückrunde

Nach der Winterpause startete der VfB mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen mit Bravour in die Rückrunde. Da allerdings Bielefeld und HSV ebenfalls Schritt halten konnten, kam der VfB zunächst nicht über einen Aufstiegsplatz hinaus. Im Achtelfinale des DFB-Pokals ging es dann gegen Bayer Leverkusen. In der Liga folgte dann gegen Greuther Fürth der erste ligainterne Rückschlag im neuen Jahr. Im anschließenden Topspiel gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld trennten sich die beiden Aufstiegsaspiranten mit einem Unentschieden von 1:1. Während die Ostwestfalen ihren Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausbauten, ging es für den VfB wieder einmal durch Höhen und Tiefen. Auf zwei Niederlagen folgen zwei Siege und darauf wieder ein Unentschieden.

Wo ist die Konstanz?

Genau diese schwache Konstanz wurde von den Kritikern immer wieder bemängelt. Allerdings kann sich der VfB glücklich schätzen, dass auch die Konkurrenz immer wieder Punkte gelassen hat. Dies betrifft insbesondere den HSV, der vor allem in der zweiten Saisonhälfte immer wieder wichtige Zähler im Kampf um den Aufstieg hat liegen lassen. Nach der unnötigen 2:1-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen Heidenheim fiel der ehemalige Bundesliga-Dino sogar aus den Aufstiegs- bzw. Relegationsplätzen. Der VfB hingegen hat in den letzten beiden Saisonspielen wieder in die Spur gefunden und sowohl Sandhausen als auch Nürnberg mit 5:1 bzw 6:0 abgefertigt. Das ist natürlich auch gut für das Torverhältnis. Wie bereits erwähnt, sind es eben jene 12 Tore Vorsprung, die den Schwaben vor dem letzten Spieltag ein relativ ruhiges Gewissen verschaffen dürften. Auch wenn Stuttgart im letzten Spiel keine Punkte mehr holen sollte, muss Heidenheim noch mindestens 13 Tore aufholen – und das in einem Spiel! So wie es derzeit aussieht, können sich die Fans des VfB auf die Bundesliga freuen.

Der VfB ist für die Region ein wichtiger Verein, das erkennt man auch an diversen Kooperationsprojekten. Um so schöner wäre es, wenn die Schwaben bald auch wieder erstklassig spielen würden. Die Fans würden sich mit Sicherheit freuen.

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PM

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