Bescherung im Januar: Welcher Fußballstar landet auf welchem Gabentisch?

Offiziell startet das vierwöchige Wintertransfer-Fenster der Fußball-Bundesliga zwar erst am 1. Januar. Gleichwohl schießen längst die Gerüchte über anstehende Transfers einiger Topstars ins Kraut. Die Ereignisse an der Wechselbörse könnten einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Verlauf des Titelrennens nehmen, das derzeit so offen scheint wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Zweimal pro Jahr setzt im deutschen Profifußball das große Stühlerücken ein. Über jeweils rund vier Wochen werden im August und Januar Verträge geschlossen bzw. aufgelöst und Leihgeschäfte getätigt. Das Wintertransfer-Fenster bietet den Clubs traditionell die Gelegenheit, missglückte Personalentscheidungen zu korrigieren und mit frischen Kräften die jeweiligen Saisonziele zu erreichen.

Wie üblich richten sich dabei viele Augen auf Bayern München. Dort bahnt sich bei einer schon länger gehandelten Personalie nach Informationen der „Sport Bild“ eine Entscheidung an. Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City strebt offenbar einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister noch in diesem Winter an. Da der Flügelstürmer derzeit noch einen Kreuzbandriss auskuriert, werde die Ablösesumme wohl deutlich unter den noch im Sommer geforderten 150 Millionen Euro liegen, spekuliert das Blatt.

Unterdessen scheinen die Münchner noch einen anderen Kandidaten für die offensive Außenbahn im Visier zu haben. So ist man sich mit dem 19-jährigen Brasilianer Tetê von Shakthar Donezk wohl grundsätzlich einig. Die Ablöse soll sich nach Angaben des Online-Portals „GaúchaZH” auf 50 Millionen Euro belaufen. Tetê wäre damit nach Lucas Hernández der zweitteuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte.

Noch unklar ist, ob die Bayern mit Torwart-Talent Alexander Nübel ins Geschäft kommen. Dessen bisheriger Arbeitgeber Schalke 04 soll dem 23-Jährigen einen Verbleib bereits mit einem Jahresgehalt von fünf Millionen Euro und einer Ausstiegsklausel für 2021 schmackhaft gemacht haben. Eine große Rolle bei Nübels Entscheidung dürfte spielen, ob bzw. für wie lange Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer seinen Vertrag in München verlängert.

Europäische Spitzenclubs buhlen um Jadon Sancho

Liga-Rivale Borussia Dortmund kämpft derweil um einen Verbleib von Top-Talent Jadon Sancho. Der Flügelstürmer, mit neun Toren und zehn Torvorlagen einer der Schlüsselspieler der „Schwarz-Gelben“, wird von Spitzenclubs aus ganz Europa gejagt. Am wahrscheinlichsten ist, dass der 19-jährige Engländer in seine Heimat zurückkehr, wobei aus Sicht von Branchenkennern Manchester United und der FC Liverpool zurzeit die besten Karten haben.

Für die „Reds“ mit Cheftrainer Jürgen Klopp spricht fraglos die sportliche Perspektive. Der amtierende Champions-League-Sieger ist seit Januar in der Premier League ungeschlagen und hat beste Chancen auf den ersten Meistertitel seit 30 Jahren. Man United, 1,81-für-1-Favorit auf einen Auswärtssieg in Watford am kommenden Spieltag, sucht derweil händeringend nach Verstärkungen. Mit Blick auf mögliche Einsatzzeiten dürfte Sancho im „Old Trafford“ ungleich besser ausgehoben als im Liverpooler Star-Ensemble.

Ohnehin ist die äußerst finanzkräftige Premier League für viele Spieler nach wie vor die erste Adresse im europäischen Fußball. Das gilt vermutlich auch für Denis Zakaria von Borussia Mönchengladbach. Der Schweizer Mittelfeldspieler mit einem geschätzten Marktwert von 45 Millionen Euro wird unter anderen von Tottenham Hotspur umworben. Gladbach-Manager Max Eberl schloss einen kurzfristigen Wechsel des Spielmachers zwar unlängst aus: „Stand heute gehen wir mit dem aktuellen Kader in Rückrunde.“ Erfahrungsgemäß ist die Halbwertszeit derartiger Verlautbarungen allerdings eher gering.

Für vergleichsweise kleines Geld ist derweil der Senegalese Habib Diallo zu haben, um den sich neben Tottenham auch der FC Chelsea und Newcastle United bemühen. Der Angreifer des FC Metz hat in der laufenden Saison bereits neun Treffer erzielt und kann mit einem Marktwert von rund sechs Millionen Euro nachgerade als Schnäppchen bezeichnet werden.

 

PM

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