«

»

Beitrag drucken

Lange Tafel gegen Altersarmut – Jetzt löffeln wir die Suppe aus

Den Tag der menschenwürdigen Arbeit nimmt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und das netzwerk arbeitSwelt zum Anlass um mit einer Einladung an alle Interessierten zum Mittagessen, mitten auf dem Marktplatz in Göppingen auf die wachsende Altersarmut hin zu weisen und mit den neu gewählten Bundestagsabgeordneten darüber ins Gespräch kommen.

Kurz nach den Bundestagswahlen sind die Würfel gefallen und es ist klar welche Parteien im neuen Parlament in Berlin vertreten sein werden. Welche Politik gemacht wird ist noch völlig unklar. Wie die wachsende Zahl von Menschen in Altersarmut eingedämmt werden kann ist weiterhin noch nicht geklärt.

Egal was passiert, jetzt löffeln wir Wählerinnen und Wähler die Suppe aus.

Am 7.Oktober den Tag der menschenwürdigen Arbeit macht die KAB und das netzwerk arbeitSwelt mit einem öffentlichen Mittagessen ab 11 Uhr auf dem Marktplatz in Göppingen auf die Situation von immer mehr älteren Menschen aufmerksam die von Altersarmut betroffen sind. Eingeladen sind zu dem kostenlosen Mittagessen alle Interessierte, vor allem auch betroffene Menschen. „Wir wollen mit den neu gewählten Bundestagsabgeordneten bei einem schmackhaftem Essen über die Altersarmut ins Gespräch kommen, so Norbert Köngeter vom netzwerk arbeitSwelt“.

Immer mehr Menschen droht in Zukunft Altersarmut.

Als Bewegung für soziale Gerechtigkeit wollen wir die Politik mitgestalten, damit sie dem Menschen dient. Angesichts steigender Altersarmut, fordert die KAB mehr Solidarität in der gesetzlichen Rentenversicherung. „Durch die Einführung einer Sockelrente und den Ausbau der gesetzlichen Rentenversicherung  zu einer Erwerbstätigenversicherung in die alle einzahlen, kann Altersarmut verhindert werden“, erklärt der KAB-Sekretär Ákos Csernai-Weimer.

2036 könnten 20% (jeder 5te) der Rentner armutsgefährdet sein.

2016 waren es 15% auch die sind schon zu viel, meinen die Veranstalter.

Gefährdet gelten die Rentner die weniger als 958 Euro Netto haben.

In Gefahr von Altersarmut betroffen zu sein sind vor allem alleinstehende Frauen vor allem Mütter, geringqualifizierte Menschen die lange Arbeitslosigkeitsphasen hinter sind haben und Menschen mit Migrationshintergrund. Bei Frauen ist das Risiko viermal höher als beim Durchschnitt.

Wer wenig arbeitet und wenig verdient hat im Alter auch wenig Rente, so lautet die einfache Formel. Wer kann sollte vorsorgen. Die Frage ist oft  – von was?

Betriebsrente und private Rentenvorsorge ist wichtig sagt Bert Rürup, Rentenexperte um im Alter eine Lebensstandardsicherung zu gewährleisten.

Wer das nicht kann bekommt im Alter ein Problem. Jeder 20. Rentener lebt auf Sozialhilfeniveau. 5,5% der Ruheständler leben von Grundsicherung.

Das Rentenniveau wird auch noch weiter gesenkt, so sind jetzt schon die politischen Beschlüsse dafür gefasst.

Aktuell liegt das Niveau der gesetzlichen Rente bei rund 48 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Ursprünglich hatte der Bundestag beschlossen, dass das Rentenniveau bis zum Jahr 2020 auf 46 Prozent sinkt und bis zum Jahr 2030 weiter auf 43 Prozent zurückgehen darf.

Damit sollen explodierende Beitragssätze für Beschäftigte vermieden werden.

Mit der „langen Tafel gegen Altersarmut“ macht die KAB nach der Bundestagswahl auf die zunehmende Altersarmut aufmerksam. Wir wollen Sensibilisieren – anmahnen – Perspektiven diskutieren, Unterstützung und Sympathie sammeln für das „Cappuccino-Modell – dem KAB Entwurf für die Rente der Zukunft und dafür die neugewählten Bundestagsabgeordneten zu gewinnen, betonte Ákos Csernai-Weimer.

PM

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/soziales/56872/

Kommentar verfassen