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Harald Kraus seit 30 Jahren für die Eislinger AWO aktiv

Der AWO-Vorsitzende in Eislingen, Harald Kraus, ist seit 30 Jahren ehrenamtlich für den Verband für soziale Arbeit tätig und wurde jetzt erneut für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. In der Mitgliederversammlung konnte Kraus auf eine sehr positive Entwicklung des AWO-Ortsvereins unter seiner Ägide zurück blicken. Zwar wollte er jetzt aufhören, aber die AWO fand keinen Nachfolger.

Nachdem Harald Kraus (Foto) 1987 das Amt des Vorsitzenden übernommen hatte, entwickelte sich über viele Jahre eine Erfolgsgeschichte, bei der sich die Eislinger Gruppe zum größten Orts-verein im Kreis Göppingen mauserte und mit zahlreichen Veranstaltungen große Aufmerk-samkeit erzielte. Mit Hilfe eines aktiven Teams gelang es, die legendären Eintopf- und Maul-taschenessen anzubieten. Hier bezeichnete Kraus Trude Hasert als die „Mutter der Maul-taschen“ und Anni Dießenbacher als deren würdige Nachfolgerin.

Kernstück der Eislinger AWO ist seit vielen Jahren der Seniorenclub, der sich montags von 14 bis 16 Uhr in der Alten Post trifft. Seit Jahren haben aber viele Teilnehmer Schwierigkeiten mit der steilen Treppe, die  im ehemaligen Postgebäude zu überwinden ist. Immer mehr Besucher blieben den Treffen deshalb fern. Die AWO brauchte also dringend eine Alter-native. Auf Vermittlung von Oberbürgermeister Klaus Heininger – selbst AWO Mitglied  – kann der AWO-Seniorenclub künftig das „Sechseckzimmer“ im Gemeindezentrum der Christusgemeinde nutzen, das bequem und ohne Hindernisse zu erreichen ist, wie Kraus ausdrücklich betonte und der Christusgemeinde für die angebotene Gastfreundschaft dankte.

Harald Kraus ließ die drei Jahrzehnte, in denen er die Verantwortung trug, Revue passieren und erwähnte, dass die Mitgliederzahl von damals 84 auf jetzt 185 gestiegen wäre. Auch die Finanzen hätten sich solide entwickelt, sodass sich der AWO-Ortsverein in der Lage sieht, weiterhin soziale Projekte zu fördern. Ein eigenes Projekt oder eine Einrichtung souverän zu betreiben, übersteige aber gegenwärtig noch dessen Möglichkeiten. Allerdings hat die Eislinger AWO-Gliederung seit Jahren das Kinderzeltlager des AWO-Jugendwerks und zuletzt auch die Kinder- und Jugend-Theatergruppe des benachbarten Ortsvereins Geislingen mit einem einmaligen Zuschuss unterstützt.

Eine Erfolgsgeschichte sei auch das Ausflugswesen der Eislinger AWO, für die Kraus seit 1987 über 250 Ausflüge organisiert und geleitet hat. Er rief die Höhepunkte der Ausflüge nach Wien und Berlin sowie die Tagesfahrt mit dem TGV nach Paris in Erinnerung und schwärmte von einer Begegnung der AWO-Gruppe mit der Prinzessin Heide von Hohenzollern auf Burg Namedy ebenso wie von einem Treffen mit der fränkischen Weinkönigin. Originell, so war in der Versammlung zu vernehmen, waren auch die Exkursionen „Region Stuttgart auf Schienen“ und zuletzt „Unterwegs mit den RELEX-Bussen“.

Seit Jahren ein Problem für die AWO ist ihre Altersstruktur. Mehr als 100 der 185 Mitglieder sind mehr als 70 Jahre alt. „Die klassische Verbandsarbeit leidet zwangsläufig darunter, sodass sich der Schwerpunkt hin zu den von professionellen Kräften betriebenen sozialen Dienstleistungsunternehmen verlagert“, erläuterte Kreisgeschäftsführer Hamann. Dieser Entwicklung wurde mit der Integration der früheren Ortsvereine Heiningen, Süßen und Salach in den Ortsverein Eislingen Rechnung getragen, womit die Betreuung der Mitglieder dort weiter gewährleistet wird.

OB Heininger dankte der AWO und ihrem Vorsitzenden für das soziale Engagement und der Landtagsabgeordneten Peter Hofelich (SPD) schloss sich dem Lob an und unternahm verbal einen sozialpolitischen Exkurs, . Dann war es Zeit für die Ehrung langjähriger Mitglied-schaften. Der Vorsitzende des Stadtseniorenrates Süßen und ehemalige Geislinger Oberbürgermeister, Martin Bauch, wurde zusammen mit Sonja Sferuzza, ebenfalls Süßen,  für 40-jährige Zugehörigkeit geehrt. Nicht anwesend sein konnten die Heininger Jubilare Frieda Allmendinger und Sonja Gerl  sowie Berta Schurr und Armin Saalmüller aus  Süßen und  Doris Hoyler aus Lorch (beide 25 Jahre).

Die Neuwahl des Vorstands ging reibungslos vonstatten, alle bisherigen Vorstandsmitglieder und Revisoren wurden einstimmig wiedergewählt. „Damit ist in unserer Arbeit weitere Kontinuität und Stabilität zu erwarten“, sagte Kraus im Schlusswort.

 

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