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Was Essen mit dem Klima zu tun hat – Aktionstag in der Gottfried-von-Spitzenberg-Schule in Kuchen zum Thema „Essen und Klimaschutz

 „Plastikverpackungen sind nicht gut für Umwelt, da viele im Meer landen und damit Tieren schaden“, berichtete ein Schüler wohlwissend. „Deshalb sollten wir beim Einkaufen lieber Baumwolltaschen statt Plastiktüten benutzen.” Dies und manch anderes wussten bereits einige Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Veranstaltung, die das Landwirtschaftsamt Göppingen am 04.02.2015 im Rahmen der landesweiten „Blickpunkt Ernährung Tage“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg durchführte.

Beim Aktionstag ging es darum, mit den Kindern aufzuarbeiten, was unser Ess- und Einkaufsverhalten mit dem Klima zu tun hat und welche kleinen und einfachen Beiträge jeder zum Klimaschutz leisten kann. Gespannt lauschten sie und ihre Lehrkräfte den Ausführungen der Ernährungsfachkräfte Beate Schuhmacher und Gabriele Hagmeyer, die die Schülerinnen und Schüler klassenweise durch die anschaulich und interaktiv gestaltete Ausstellung führten. Mithilfe einer Weltkarte erfuhren sie zum Beispiel, dass Äpfel aus Kuchen, Salach oder Schlat einen sehr viel kürzeren Transportweg haben als solche aus Südamerika und dass damit deutlich weniger klimaschädliche Gase produziert werden. Es wurde deutlich, dass der Kauf heimischer Lebensmittel einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Selbst aktiv werden konnten die Kinder beim Thema „Verpackung“, denn hier waren ihre Kenntnisse und Einschätzungen gefragt: So durften sie unterschiedliche Verpackungen eines Lebensmittels nach ihrer „Klimafreundlichkeit“ beurteilen und diesen die Farben grün, gelb und rot zuordnen. Schnell war den Schülerinnen und Schülern klar, dass kleine Joghurtplastikbecher im Vergleich zu großen Plastik- und vor allem Glasbehältern besonders viel Müll verursachen und deshalb der Farbe rot zuzuordnen sind. Auch die Frage nach der idealen Vesperverpackung konnten viele daraufhin sicher beantworten: „Vesperdose ist das beste, weil man sie wiederverwenden kann.” Ein weiteres Highlight war der große Korb, der mit typischem Wintergemüse wie Karotten, Weiß- und Rotkohl befüllt war – denn die kräftigen Farben begeisterten die Kleinen. Welche tollen Gerichte man daraus herstellen kann und warum diese Gemüsesorten im Winter der spanischen Zucchini vorgezogen werden sollten, erklärten die Ernährungsfachkräfte auf anschauliche und kindgerechte Weise.

Doch nicht nur Lernen und Begreifen standen an diesem Tag auf der Tagesordnung, sondern auch der Genuss und die Umsetzung des Gelernten im Alltag. So wurde in der Mensa ein Mittagessen angeboten, das wichtige Aspekte einer nachhaltigen Mahlzeit berücksichtigt. Besonders beliebt war bei den Kindern der leckere Nachtisch „Apfeltiramisu“, der „richtig gut schmeckt“, wie eine Schülerin berichtete. Aber auch die Salate der Saison und Nudel mit Tomatensoße, die mit saisonalem Gemüse wie Lauch und Karotten verfeinert war, kamen gut an.

Am Ende des Aktionstags waren sich Bürgermeister Bernd Rößner, Schulleiter Rainer Hagmeyer, Lehrkräfte und Eltern einig, dass es ein gelungener Tag war. „Man kann nicht früh genug anfangen, Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren. Ein Schritt ist nun getan“, war eine der abschließenden Bemerkungen. Einige Lehrkräfte kündigten an, das eine oder andere in ihrem Unterricht weiter zu bearbeiten.

Hintergrundinformation:

Blickpunkt Ernährung ist eine Initiative des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Ansprechpartnerin im Landkreis Göppingen ist Katrin Anderlohr vom Landwirtschaftsamt des Landratsamts Göppingen, Tel.: 07161 202-148, E-Mail: k.anderlohr@landkreis-goeppingen.de. Weitere Informationen zu den “Blickpunkt Ernährung Tagen” gibt es unter www.ernaehrung-bw.de.

Foto mit Bürgermeister und Schulleiter_Rechte K. Anderlohr

PM

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