Südwesten an der Spitze bei der Kita-Qualität

Knapp drei Kinder betreut eine Erzieherin durchschnittlich in einer Kita in Baden-Württemberg. Die Kindertagesstätten im Südwesten haben damit bundesweit den besten Betreuungsschlüssel. Im Bundesschnitt kommen 4,1 Kinder unter drei Jahren auf eine Fachkraft.

Die Qualität der baden-württembergischen Kindertagesstätten ist besonders hoch, wie eine Studie im Auftrag der Bundesregierung erneut belegt. Danach liegt Baden-Württemberg beim Betreuungsschlüssel an der Spitze aller Bundesländer. Eine Fachkraft ist im Südwesten im Schnitt für 2,9 Kinder unter drei Jahren verantwortlich. Im Bundesdurchschnitt kommen 4,1 Kinder auf eine Erzieherin.

Eltern mit Qualität der Betreuung zufrieden

Zudem gehört das Land mit einer durchschnittlichen Anzahl von neun Kindern zu den Bundesländern mit den kleinsten Gruppengrößen in dieser Altersgruppe. Durchschnittlich liegt er deutschlandweit bei zehn Kindern. Besonders erfreulich: Fast alle befragten Eltern gaben an, dass sich ihr Kind in der Kita oder bei der Tagespflegeperson wohlfühlt.

Jeder Kita-Platz muss ein guter sein

Die Spitzenwerte belegen den Erfolg der Arbeit der Landesregierung. Denn die setzt nicht nur auf einen flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, sondern vor allem auch auf Qualität. Das Credo lautet: Jeder Platz muss ein guter sein.

Und für die Qualität der Kinderbetreuung sind die vielen engagierten Fachkräfte in den Kitas entscheidend. Deshalb legt die Landesregierung großen Wert auf ihre Aus- und Weiterbildung. Hier setzen wir Maßstäbe. So geht Baden-Württemberg mit der neuen praxisintegrierten, vergüteten Erzieherausbildung neue Wege. Mit dem bundesweit einzigartigen Modell ist es uns gelungen, den Beruf der Erzieherinnen und Erzieher attraktiver zu machen und damit mehr Personen anzusprechen – darunter ein großer Anteil mit Hochschulreife und eine verhältnismäßig große Zahl an Männern. Außerdem unterstützt das Land die Kita-Träger bei der Weiterbildung mit rund zehn Millionen Euro pro Jahr.

Auf dem Weg zum Kita-Musterländle

Bereits im vergangenen Jahr hat die Bertelsmann Stiftung im „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ Baden-Württemberg eine sehr gute Qualität in der frühkindlichen Bildung bescheinigt. Das Urteil der Experten lautete: Baden-Württemberg ist im Kita-Bereich auf dem Weg zum Musterländle.

Sprachförderung ist ein weiteres Kernanliegen der Landesregierung. Im Kindergarten werden jetzt alle Kinder durch eine ganzheitlich ausgerichtete Sprachbildung gefördert. Für Kinder, die darüber hinaus noch zusätzlichen Sprachförderbedarf haben, hat die Landesregierung ein Sprachförderprogramm aus einen Guss eingeführt: Sie werden nun ab dem ersten Kindergartenjahr bis zum Schuleintritt gefördert. Dieses Sprachförderprogramm verbessert die Landesregierung nun noch weiter und investiert dafür ab dem kommenden Kindergartenjahr zusätzlich vier Millionen Euro pro Jahr.

50 Prozent mehr Kita-Plätze, fast siebenmal mehr Mittel

Aber nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität stimmt: Der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren kommt in Baden-Württemberg gut voran. So werden inzwischen mit 76.668 Kindern (Stand März 2014) über 50 Prozent mehr unter Dreijährige im Südwesten betreut als unter der Vorgängerregierung im Jahr 2010.

Die Anstrengungen der Landesregierung und der Kommunen zum flächendeckenden Ausbau der Kita-Plätze zeigen also Wirkung. Die Landesregierung hat die Investitionen in die frühkindliche Bildung gegenüber 2010 (83 Millionen Euro) auf 550 Millionen Euro im Jahr 2015 fast versiebenfacht. Zusätzlich hat die Landesregierung im laufenden Jahr ein einmaliges Landesinvestitionsprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro für den Kita-Ausbau aufgelegt.

Weiterführende Informationen

Interview mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann zur Kinderbetreuung

Überblick: Auf den Anfang kommt es an

 

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