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„Die Geduld mit Bahn und Verkehrsministerium ist am Ende“ – Binder und Hofelich beklagen weiterhin alarmierende Zustände auf der Filstalbahn

Auf der Filstalbahn steigerten sich in den letzten Wochen das Chaos und der Ärger vieler Bahnkunden noch weiter: Zugausfälle, erhebliche Verspätungen, überfüllte Wagen, Personalausfälle und eine immer gereiztere Stimmung unter den Pendlern prägen das Bild. Die SPD-Landtagsabgeordneten aus Geislingen und Göppingen, Sascha Binder und Peter Hofelich, schlagen Alarm: „Die andauernden Bahn-Probleme rauben den Pendlern Lebenszeit und schwächen unseren Wirtschaftsstandort.“

Die Verbesserungen, welche die Bahn vor Monaten versprochen hatte, hätten dagegen nur anfänglich Wirkung gezeigt. Im Gegenteil: Die massiven Probleme auf der Filstalbahn hielten an und viele Bahnkunden seien nach wie vor empört über die tagtäglichen Missstände. Allein der in Stuttgart als zusätzliche Vorhaltung wartende IRE hebe sich positiv ab. „In den Zügen und auf den Bahnsteigen gibt es erregte Diskussionen. Die Bahnnutzer zeigen sich insgesamt empört. Selbst die Hoffnung, dass der im Dezember anstehende Fahrplanwechsel eine Wende zum Besseren bringt, ist weitgehend geschwunden“, stellen Binder und Hofelich fest. Zusätzlich wurden einige beim letzten Fahrplanwechsel erstrittenen Umstellungen zurückgenommen, so dass zum Beispiel Pendler aus dem Lautertal teilweise deutlich erhöhte Fahrzeiten in Kauf nehmen müssen. Ursache dafür ist die Taktung zwischen Bus und Bahn, die auch bei zentralen Umstiegspunkten nicht mehr ausreichend berücksichtigt wurde. Viele Bahnfahrer treibe nun zusätzlich die Frage um, wie bei einem neuen Betreiber mit dem Metropolexpress die bestehenden Probleme abgestellt werden sollen. „Wir fordern Verkehrsminister Hermann erneut auf, endlich mit der Bahn eine tragfähige Lösung für die Bürgerinnen und Bürger im Filstal zu finden. Die hohen Verspätungen sind für Arbeitnehmer nicht mehr hinnehmbar. Aus dem Chaos ist ein Dauerzustand geworden – es muss etwas geschehen“, fordern die beiden Abgeordneten, die selbst regelmäßig zwischen dem Landkreis Göppingen und Stuttgart mit dem Zug unterwegs sind

Die Grünen redeten wie jüngst bei der Vorstellung des neuen Baden-Württemberg-Tarifes gerne von der Zukunft, kümmern sich aber nicht genug um die Gegenwart auf der Filstalstrecke. Für zusätzlichen Ärger bei Pendlern sorgten zuletzt die gestiegenen Parkhausgebühren in Göppingen. Ohnehin sei für viele Bahnkunden nicht nachvollziehbar, dass es keine günstigen oder kostenfreien Park-and-Ride-Parkplätze gibt – auf umso mehr Unverständnis stießen die jüngsten Preissteigerungen für Tages- und Dauerparkkarten.
PM

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