Auszeichnung für Gemeinschaftsprojekt zugunsten von Feldhase, Rebhuhn & Co.

Die „Allianz für Niederwild“ wurde im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt als herausragendes Projekt ausgezeichnet, weil sie sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzt.

„Mit der ‚Allianz für Niederwild‘ verfolgt Baden-Württemberg einen erfolgreichen Weg, wenn es darum geht, die Artenvielfalt gemeinsam mit den Landwirten und der Jägerschaft zu fördern. Die Auswahl dieser Initiative als ‚Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt‘ unterstreicht die Bedeutung der Allianz für Niederwild bei der Frage, die Lebensraumbedingungen für Rebhuhn, Feldhase und andere Leitarten des Offenlands weiter zu verbessern. Ich gratuliere allen Projektpartnern herzlich zu diesem sehr schönen Erfolg“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Freitag (26. Juni) in Roigheim (Landkreis Heilbronn) bei der Übergabe der Auszeichnung an Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann vom Landesjagdverband Baden-Württemberg e. V. sowie an Franz Schweizer, Leiter des Landwirtschaftlichen Zentrums für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW), an das auch die Wildforschungsstelle des Landes als Projektträger angegliedert ist.

Herausragendes Projekt im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt

„In Deutschland werden im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt herausragende Projekte ausgezeichnet und die Allianz für Niederwild hat diese Auszeichnung erhalten, weil sie sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzt. Dies zeigt, dass der Erhalt der Artenvielfalt und die Landnutzung kein Widerspruch sind“, erklärte Minister Hauk.

Die Allianz ist ein Kooperationsprojekt der Wildforschungsstelle des Landes am LAZBW und des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg. Die Allianz bildet ein breites Bündnis von Landwirten, Jägern, Kommunen, Naturschützern, Grundeigentümern, Behörden und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Neben den Modellregionen, in denen Maßnahmen umgesetzt und erprobt werden, wurden bisher folgende Meilensteine erreicht: Ein gemeinsames Leitbild, zu dem sich die verschiedenen Verbände bekennen, die Etablierung der neuen Fördermaßnahme „Lebensräume für Niederwild“ (E 7 – Blüh-, Brut- und Rückzugsflächen) im Landesprogramm FAKT, sowie zahlreiche Lokalprojekte, die initiiert wurden und beratend unterstützt werden. Um Maßnahmen der Niederwildförderung noch stärker in die Fläche zu bringen, konnten jüngst fünf Berater für Biodiversität und Niederwildhege gewonnen werden.

Projekt „Allianz für Niederwild“

Das Projekt Allianz für Niederwild wird auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland vorgestellt. Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet.

Die Allianz für Niederwild ist ein Projekt, welches zeigt, wie konkrete Maßnahmen zur Förderung und dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Wissenstransfer in der Praxis funktionieren kann. Weitere Informationen zur Allianz finden Sie im Internet auf der Internetseite des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg.

Foto (LEV):v.l.n.r.: Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann, Minister Peter Hauk und Franz Schweizer, Direktor des  Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg

 

PM Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

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