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Neue Leitung der Kunsthalle

Frühzeitig stellte der Gemeinderat die Weichen für einen harmonischen Übergang in der Leitung der Kunsthalle Göppingen: Das Gremium wählte Dr. Melanie Ardjah zur Nachfolgerin von Werner Meyer, der Ende April 2019 in den Ruhestand geht.

Die Stelle war unter anderem in „Die Zeit“, „GEPPO“ und diversen Internet-Portalen ausgeschrieben. Insgesamt 33 Bewerbungen gingen ein, überwiegend aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, aus Österreich und Frankreich sowie aus Mexiko. Zehn Bewerber/-innen wurden zu Vorstellungsgesprächen nach Göppingen eingeladen, vier von ihnen stellten sich am Donnerstagnachmittag in nichtöffentlicher Sitzung dem Gemeinderat vor. Und dieser entschied sich für Dr. Melanie Ardjah und damit für keine Unbekannte: Seit Oktober 2016 ist sie Kuratorin an der Seite von Werner Meyer. Und bereits von 2003 bis 2007 arbeitete die in Göppingen aufgewachsene Dr. Ardjah, die Kunstgeschichte und Neuere Deutsche Literatur in Tübingen studierte, an der Kunsthalle der Stadt Göppingen. Zusammen mit Werner Meyer und Dr. Annett Reckert baute sie seinerzeit die pädagogische Arbeit der städtischen Einrichtung auf. Die Kunsthalle betrachtet die 44-Jährige nach wie vor als „einen Ort der Bildung und einen außerschulischen Lernort“. Ihr Faible insbesondere für die pädagogische Arbeit brachte sie mit der Aussage „Mein Herz schlägt für die Kunstvermittlung“ auf den Punkt – wobei sie das Eingangsalter bei ungefähr vier Jahren sah.

Zwischen ihren beiden Engagements in der Hohenstaufenstadt war Dr. Ardjah von 2007 bis 2016, also neun Jahre lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der städtischen Galerie Karlsruhe – die Abläufe innerhalb einer Stadtverwaltung sind ihr also bestens vertraut. Promoviert hat sie unter dem Titel „Kunst als kontemplativer Raum“ über die künstlerische Position der Anni Albers, die von 1899 bis 1994 lebte und von den 1920er Jahren ausgehend bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts künstlerisch tätig war. Ausstellungen, so Dr. Ardjahs Credo, sollten an die Lebenswelt der Besucher/-innen anknüpfen und ihnen helfen, zugleich etwas über die Welt und sich selber zu erfahren. Unterstützen möchte sie dies unter anderem mit Audioguides für Einzelbesucher/-innen – Kunstvermittlung kann nicht nur in der Gruppe, sondern auch ganz individuell stattfinden.

PM Stadtverwaltung Göppingen

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