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Partnerschaftsbesuch in Villàny

Mit Südungarn verbinden kundige Eislingerinnen und Eislingern meistens spontan die Partnerstadt Villàny, die sich vor allem zur Weinlese für viele internationale Besucher rüstet. Höhepunkt ist unbestritten das „Rotwein-Festival“, zu dem Oberbürgermeister Klaus Heininger wieder eine herzliche Einladung von seinem Amtskollegen Gyula Takáts erhielt. Anfang Oktober reiste aus diesem Anlass eine städtische Delegation mit dem Eislinger Stadtoberhaupt, Vertretern der Gemeinderatsfraktionen und der Stadtverwaltung in die Weinmetropole.

Über bestens ausgebaute neue Autobahnen ging die Fahrt mit einem Kleinbus vom Flughafen zunächst nach Pecs. Das frühere Fünfkirchen, das Zentrum der Baranya, beeindruckte mit den vielfältigen städtebaulichen Veränderungen und Neuerungen die in den letzten Jahren vorgenommen wurden, seitdem Pecs zur Europäischen Kulturhauptstadt erhoben wurde.

Nach der Ankunft in Villány ging es zur feierlichen Eröffnung des Rotwein-Festivals auf dem neuen Festplatz in der Nähe des früheren Weinkombinats, wo die Eislinger herzlich begrüßt wurden. Beim anschließenden Empfang der Eislinger Delegation am Freitagabend, wurde Stadtrat Manfred Strohm in die Weinbruderschaft „Custodes Vinorum de Villány“ aufgenommen. Mit Bravour erledigte der neue „Weinritter“ die gestellten Aufgaben. Mit Urkunde und Plakette wurde ihm die Aufnahmeprüfung bestätigt und er gehört somit, wie bereits einige Eislinger zuvor, der Weinbruderschaft in Villány an.

Vor dem Festzug am Samstagnachmittag konnte sich die Eislinger Delegation bei einem Rundgang durch Villány von der zwischenzeitlich guten Infrastruktur der ungarischen Partnerstadt, den zahlreichen renovierten Wein- und Presshäusern an der Hauptstraße, von verschiedenen Neubauten und Sanierungsmaßnahmen und nicht zuletzt von der Vermarktung des zwischenzeitlich weit über Ungarn hinaus bekannten Villányer Weins überzeugen.

Das im zweijährigen Rhythmus stattfindende Rotweinfest fand am Samstagnachmittag mit einem Festzug, an dem auch die Eislinger Delegation teilnahm, seine Fortsetzung. An den bunten und farbenfrohen Festzug schloss sich ein abwechslungsreiches Kultur- und Musikprogramm auf den Bühnen beim Festplatz, vor dem Villányer Rathaus und am Nussbaumplatz an. Das Rotweinfest, dass sich zwischenzeitlich weit über Villány hinaus großer Beliebtheit erfreut und zu dem sich wiederum zahlreiche Besucher nicht nur aus der Baranya sondern auch von Budapest eingefunden hatten, fand mit einem farbenprächtigen Feuerwerk am Samstag seinen Ausklang.

Am Sonntagvormittag war die Eislinger Delegation mit zwei PS (Pferdegespann) in dem weitreichenden Villányer Weinanbaugebiet unterwegs bis hinaus zum „Teufelsgraben“. Hierbei wurde fachkundig über die verschiedenen Traubensorten, dem Weinanbau und die Weinlese, aber auch über die Vermarktung des Weines informiert.

Bei der Abreise am Sonntagnachmittag bedankte sich Oberbürgermeister Klaus Heininger bei seinem ungarischen Kollegen für die Gastfreundschaft und überreichte einen Scheck für Zwecke der Kinder- und Jugendarbeit als auch für die Deutsche Selbstverwaltung in Villány, verbunden mit einer Einladung zum Besuch des nächstjährigen Stadtfestes in Eislingen.

Der ungarische Bürgermeister Gyula Takáts bedankte sich abschließend bei der Stadt Eislingen für die vielfältige Unterstützung und Hilfe die man in den zurückliegenden Jahren bekommen habe und man freue sich über jeden Eislinger, der nach Villány zu Besuch kommt, nicht nur zum Rotweinfest sondern auch bei sonstigen Anlässen.

 

Foto (Bildquelle: Martin Seiler): Zweifelslos der Höhepunkt beim Rotweinfest ist der bunte Festumzug, an dem die Eislinger Partnerschaftsdelegation an der Festzugsspitze marschierte.

PM Pressestelle Stadt Eislingen/Fils

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