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Aus dem Gemeinderat Hattenhofen

Anteile an Unternehmen

Die Gemeinderäte haben den Beteiligungsbericht 2016 zur Kenntnis genommen.

Darin informiert die Gemeinde jährlich über Ihre Beteiligung an Unternehmen des Privatrechts. Ein Gemeinderat hatte Zweifel, ob ein Beteiligungsanteil von lediglich 0,09 Prozent, das sind gut 5.500 Euro, an der Kreisbaugesellschaft Filstal sinnvoll sind.

Spendenübersicht

Letztes Jahr erhielt die Gemeinde insgesamt 1.130 Euro an privaten Einzelspenden. Die Hermann und Hilde Walter Stiftung, an der die Gemeinde beteiligt ist, erhielt eine Spende über 2.000 Euro.

Markierung für Radelnde

Der Übergang vom befestigten Radweg aus Schlierbach auf die Straße erhält eine zusätzliche Markierung. Diese soll verdeutlichen, dass auf die rechte Straßenseite gewechselt werden muss. Hintergrund der Maßnahme ist, dass immer wieder Radelnde auf dem Schutzstreifen die Hauptstraße bergab, also auf der linken Straßenseite, gefahren sind.

Statistik I: Arbeitslose

In Hattenhofen gibt es derzeit einunddreißig Arbeitslose, darunter vier Ausländer. Acht Personen sind Langzeitarbeitslose. Dies zeigt die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Statistik II: Fahrzeuge

Von 2776 Fahrzeugen, darunter 1897 PKW im Jahr 2012 ist die Zahl nun auf 3600 Fahrzeuge, darunter 2042 PKW gestiegen. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Fahrzeuge jährlich um rund 50 an.

Familientreff mit Betreuung

Bürgermeister Jochen Reutter informierte über den künftigen Familientreff in der Gemeinde Bad Boll. Diese wird in der Seniorenwohnanlage am Blumhardtweg eingerichtet und soll eine zentrale, professionell betreute  Anlaufstelle für Familien mit Ihren Problemen und Bedürfnissen sein. Der Treff hat ab April jeweils mittwochs zwischen acht Uhr und dreizehn Uhr geöffnet.

Bauschuttabgabe reduziert

Der kreiseigene Wertstoffhof an der Kläranlage nimmt bei Bauschutt nur noch Kleinmengen bis maximal 20 Liter kostenlos an. Größere Mengen müssen beim Müllheizkraftwerk abgegeben werden. Dafür werden Altholz in haushaltsüblichen Mengen und auch wieder Batterien angenommen. Die reduzierte Bauschuttannahme stieß im Gemeinderat auf Kritik.

Mobilfunk-Optimierung

Der Mobilfunk Anbieter Telefonica hat die Kritik eines Gemeinderates in der letzten Sitzung bestätigt: Die bisherige Mobilfunkantenne auf dem Firmengebäude Friedhofstrasse 52 ist nicht optimal ausgerichtet. Die geplante LTE – Sendeanlage soll das Gemeindegebiet, zusammen mit der Antenne in der Ringstrasse, besser abdecken.

Grüngutplatz: Kritik an Öffnungszeiten

Gerade jetzt, wo relativ viel Grünschnitt nach privaten Baumpflegearbeiten anfalle,

so mehrere Sprecher im Gemeinderat, habe der Kompostplatz nur samstags geöffnet. Dies sei zu wenig. Da müsste der Platz an einem Mittwoch oder Freitag zusätzlich geöffnet sein. Bürgermeister Jochen Reutter wird diese Kritik an den Abfallwirtschaftsbetrieb weiterleiten.

Vandalismus am Kindergarten

Der abendliche bzw. nächtliche Aufenthalt von Jugendlichen am Kindergarten ist kein Problem. Nicht mehr akzeptabel sind die damit verbundene Vermüllung, Sachbeschädigung und Gefährdung von Kleinkindern. Dies ist der Tenor einer Beratung im Kindergarten. Seit Herbst letzten Jahres nehmen in der Kindergartenanlage verschmierte Hauswände und Fensterscheiben, Zigarettenkippen, Flaschen und Müll, Glasscherben, Erbrochenes und auf dem Platz verteilte Spielgeräte zu. Darüber informierte die Verwaltung. Nach Aussage der Kindergartenleitung können die Kleinstkinder in der Grippe nicht mehr auf dem Hof spielen und ihre Fahrzeuge benutzen, da überall Glasscherben liegen oder die Kinder Zigarettenkippen in den Mund stecken. Die Gemeinde setzt daher eine Belohnung für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung aus (siehe Artikel oben: „Belohnung für Hinweise“). Außerdem wird sie die Polizei um regelmäßige abendliche Kontrolle bitten. Zudem wird sie prüfen, ob im Innenbereich, also im Garten, eine Videoüberwachung rechtlich zulässig ist. Mehrere Gemeinderäte sehen abends dort öfters etwa vierzehnjährige Jugendliche, eventuell aus einer Nachbargemeinde, die möglicherweise bislang illegale Substanzen zu sich nehmen.

Sanierung: Zeller Straße ab Pfingsten sechs Wochen gesperrt

Der Landkreis saniert ab Pfingsten die Zeller Straße von der Ortseinfahrt Dorfwiesen bis zum Kreisverkehr bei Zell unter Aichelberg. Vorher lässt die Gemeinde verschiedene Hausanschlüsse sowie Leerrohre einbringen und verlegt eine neue Wasserleitung. Ergänzend wird der Fußweg zwischen der Katholischen Kirche und der Bruckwiesenstraße saniert.  Diese Maßnahmen werden,  rund 78.000 Euro kosten. Der Vergabe an die Firmen Regelmann und Hummel hat der Gemeinderat, vorbehaltlich der Schlussprüfung durch das Verbandsbauamt, zugestimmt. Im Zusammenhang mit der Straßensanierung werden die Versorgungsträger, wo Bedarf ist, zusätzliche oder neue Leitungen legen. Für Gehwegsanierungen entlang der Kreisstrasse sowie für neue Schachtanlagen in der Straße wird die Gemeinde weitere dreißigtausend Euro an den Landkreis zahlen müssen. Die Bauarbeiten beginnen mit den Pfingstferien am 22. Mai und werden rund sechs Wochen dauern. Der erste Bauabschnitt liegt auf der Kreisstrasse außerhalb Hattenhofens, der zweite Bauabschnitt betrifft dann die innerörtliche Zeller Straße. Die Linien-und Schulbusse werden für etwa vier Wochen über einen ausgebauten Feldweg parallel zur Kreisstrasse geleitet. Entgegen dem Wunsch eines Gemeinderats werden die Anlieger aus der Bruckwiesenstrasse diesen Feldweg nicht nutzen können. Die Gemeinde muss die Umleitungsstrecke noch etwas optimieren: Punktuelle Schotterstreifen am Randbereich, Versetzung von Verkehrszeichen und Rückschnitt von Bäumen. Nach Abschluss dieser Sanierung wird dann die komplette Ortsdurchfahrt gerichtet sein.

Was tun, wenn der Strom ausfällt?

EnBW berät Gemeinden für Katastrophenfall

Zusammen mit anderen Voralbkommunen lässt sich Hattenhofen von der EnBW ein Versorgungskonzept für größere Stromausfälle erarbeiten. Dieses kommunale Notfallmanagement wird in drei Workshops mit den Verwaltungen, Feuerwehrkommandanten, Bauhofchefs und der Wasserversorgung erarbeitet und kostet die Gemeinde rund achttausend Euro. Darüber informierte Hauptamtsleiter Norbert Baar. Die Notwendigkeit einer Vorsorgestrategie bei größeren, vor allem überregionalen Stromausfällen rückt bei Kommunen, Versorgern und Sicherheitsbehörden immer mehr in den Fokus. Vor allem unter ungünstigen Umständen wie einem strengeren Winter oder bei Naturkatastrophen kann ein langanhaltender Stromausfall nach kurzer Zeit zu katastrophalen Bedingungen führen. Sämtliche elektronischen Kommunikationsmittel einschließlich Mobilfunk fallen aus, Tankstellen stehen nicht mehr zur Verfügung, in Privathaushalten fallen Kühl- und Heizgeräte und die Wasserversorgung aus. Dies ist im Krisenfall eine technische Herausforderung für die Versorger und eine organisatorische für alle staatlichen Ebenen. Kleine Kommunen, die hierfür keine eigenen Fachleute haben, müssen sich darauf besonders vorbereiten. Aus diesem Grund hat Bürgermeister Jochen Reutter die Beratung durch die EnBW in die Wege geleitet. Er denke, so Reutter, dass auch die Bevölkerung auf einen länger anhaltenden Stromausfall, was die private Vorratshaltung anbelangt, nicht vorbereitet sei.

Straßenbeleuchtung: Gemeinde setzt LED-Umrüstung fort

„Warmes“ Licht bevorzugt

Die Hattenhofer Straßenbeleuchtung soll vollends auf stromsparende LED-Leuchten umgerüstet werden. Darüber ist sich der Gemeinderat einig. Allerdings empfinden manche Sprecher das LED-Licht der bisher installierten Leuchten als „kalt“. Die Verwaltung soll nach Leuchten mit „wärmeren“ Lichtfarben suchen. Die dreißig Jahre alten Kandelaber-Leuchten in der Ortsmitte und in Wohngebieten sowie die technisch robusten, aber optisch nicht ansehnlichen Kofferleuchten sollen ersetzt werden. In neueren Wohngebieten gibt es schon LED-Leuchten, im Bruckwiesen und im Dobelwiesen-Ahorn  wurden die bis zu vierzig Jahre alten Straßenleuchten letztes Jahr umgerüstet.  .

70.000 Euro in der Kasse

Aktuell stehen der Gemeinde zur weiteren Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED siebzigtausend Euro zur Verfügung. Für die Kandelaber Leuchten gibt es keine Ersatzteile mehr und eine Umrüstung auf LED ist nicht wirtschaftlich. Mit den siebzigtausend Euro können rund einhundertfünfzig Leuchten umgerüstet werden. Bürgermeister Jochen Reutter möchte die Kandelaber Leuchten in der Zeller Straße bis zum Kreisverkehr mit Weiler, Dorfwiesen und im Ländle sowie In der Kürze, der Kirchweg und im Dobelwiesen ersetzen. Auch die Kofferleuchten in der Bruckwiesenstrasse sollen ersetzt werden.

Einheitliche Leuchten in der Ortsmitte

Mehrere Sprecher wiesen darauf hin, dass es in der Gemeinde nicht zu viele Leuchttypen geben sollte. Vor allem in der Ortsmitte solle man einheitliche Leuchten installieren, so ein Sprecher. Ein anderer Gemeinderat möchte sich an der Mastenhöhe orientieren: Innerorts, an mittelhohen Masten, könne man optisch ansprechende Leuchten installieren. An den Durchgangsstraßen und Ortseingängen, wo die Masten wegen der LKW höher sind, sei die Optik nicht so entscheidend, da könne man „technische“ Leuchten verwenden. Auf jeden Fall müsste man das Licht abends anhand von Musterleuchten vorher sehen.

Nachtabschaltung unklar

Anstelle der früheren Nachtabschaltung jeder zweiten Leuchte brennen alle LED-Leuchten auch nachts, sind allerdings auf fünfzig Prozent gedimmt. Nicht einig waren sich die beiden Sprecher, ob man es bei LED hierbei belässt oder auch bei gedimmten LED Leuchten zusätzlich jede zweite Leuchte ausschaltet. Bürgermeister Jochen Reutter wird die offenen Punkte mit der NetzeBW klären und dann wieder in den Gemeinderat gehen.

PM

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