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AfA und Abgeordnete: Auf Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren

Aktiver Strukturwandel in sozialer Verantwortung ist für die AfA im Kreis Göppingen weiter das Gebot der Stunde.

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im SPD-Kreisverband Göppin-gen hat sich mit den Landtagsabgeordneten Peter Hofelich und Sascha Binder sowie mit der SPD-Kreisvorsitzenden Sabrina Hartmann über die wirtschaftliche und soziale Lage ausgetauscht. Dabei wurde ein vorsichtiger Optimismus artikuliert.

Der AfA-Kreisvorsitzende Klaus-Peter Grüner bezeichnete die Arbeitsmarktlage im Kreis als stabil, sieht aber Probleme bei den Traditionsunternehmen. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und insbesondere der B 10 sei für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes dringend erforderlich.

MdL Peter Hofelich freute sich, dass in der Industrie im Landkreis Stabilität bei Arbeitsplätzen und gute Auftragslage vorherrsche, was auch für das Handwerk gelte. Kriselnde Unternehmen, wie aktuell die Firma Strassacker, zeigten aber, dass das Auf und Ab den Kreis weiter begleite und aktiver Strukturwandel im Zeichen von ‚Wirt-schaft 4.0‘ weiter ein Gebot der Zeit sei. „Vor allem Betriebe, die Komponenten für den Antriebsstrang von Fahrzeugen herstellen, brauchen im Trend aufkommender Elektromobilität neue Produkte und Dienstleistungen. Die Zulieferer dürfen hier nicht abgehängt werden“, beschrieb er die Herausforderung für Wirtschaft, Gewerkschaf-ten und Politik. Neue Branchen, wie Gesundheit und Wellness, könnten ergänzen, nicht ersetzen. Hofelich wies auch dringend darauf hin, dass das Angebot an Gewer-beflächen zum Engpass in der Region werde. „Da muss kreativ umgesteuert werden“.

Aus Sicht von Sascha Binder hat sich die Lage im Raum Geislingen etwas beruhigt, nachdem die WMF und Überkinger jeweils neue Eigentümer bekommen hätten. Er begrüßte, dass es auch beim Geislinger Gründer- und Innovationszentrum voran gehe, welches der Stadt und der gesamten Region neue Chancen erschließen kann. Er unterstrich, dass vor dem Hintergrund dieser positiven Impulse ein zügiger Weiterbau der B 10, wie auch ein Ausbau der A 8 und eines leistungsfähigen ÖPNV, für den Wirtschaftsraum Geislingen immer wichtiger werde.

Ein weiterer Teil der Diskussion war das Thema Ausbildungsstellen. Die AfA im Kreis Göppingen ist der Auffassung, dass die Bildungspolitik stärker auf die Veränderungen der Arbeitswelt reagieren müsse. „Bildung ist die Grundlage für den beruflichen Werdegang. Darüber hinaus kommt aber auch den Unternehmen eine Verantwortung in der Nachwuchsförderung zu. Hier gibt es einige vorbildliche Unternehmen in unserem Landkreis“, sagt die SPD-Kreisvorsitzende Hartmann.

Die Anwesenden waren sich einig, dass es für die Formulierung und Umsetzung von guter Wirtschaftspolitik immer auch Bündnispartner gerade im gesellschaftlichen Bereich braucht. Hierfür sei der Austausch und enge Kontakt mit den vor Ort vertretenen Gewerkschaften und Betriebsräten von großer Bedeutung.

PM

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