Gemeinderat besichtigt Stadthalle

Mit hohem finanziellem Aufwand haben wir in den vergangenen Jahren die technischen Standards angepasst, um die Stadthalle für die heutigen Anforderungen zu ertüchtigen“, begrüßte Baubürgermeister Helmut Renftle die Mitglieder des Gemeinderats zu einem Vor-Ort-Termin. Dabei kündigte er auch eine Verbesserung der Parksituation an.

 

Bis zum Jahr 2013 wurden in die Stadthalle 14 Millionen Euro investiert, rechnete Renftle zusammen. In den letzten drei Jahren ertüchtigte die Stadt ihre Halle für nochmals 2,6 Millionen Euro, um sie den aktuellen Anforderungen anzupassen. Eine Erweiterung war mit den Maßnahmen nicht verbunden. Gemeinsam mit Fachbereichsleiterin Christiane Fitschen, dem städtischen Projektleiter Michael Siegle, dem beauftragten Architekten Jochen Aupperle und Architektin Carmen Schweizer vom Ingenieurbüro Conplaning Ulm sowie dem Fachbereichsleiter Kultur, Wolfram Hosch, und Hallenleiterin Sabrina Knorr führte der Baubürgermeister die Gemeinderatsmitglieder durch die Stadthalle. Für die Stadträtinnen und Stadträte war der Blick hinter die Kulissen spannend, denn Besucher/-innen der Stadthalle bekommen beispielsweise im Eingangsgeschoss nur rund 20 Prozent der Räumlichkeiten zu sehen. „Die anderen 80 Prozent verbergen sich im Hintergrund und sind zum großen Teil mit Technik ausgefüllt“, erläuterte Siegle.

 

Letztes Jahr wurde die Sanierung des Warmwassersystems für die Duschbereiche und der Hydrantenleitungen vorgenommen, führte Siegle weiter aus. In diesem Jahr sei die Lüftung dran. Die umfangreichen Arbeiten bedingen eine Schließung der Stadthalle von Juli bis Mitte Oktober. „Die Arbeiten sind dringend erforderlich, um den aktuellen Stand der Technik zu erhalten“, so Siegle weiter. „Momentan sorgen noch ‚Technikdinosaurier‘ für die entsprechende Belüftung.“ Dieser Zustand müsse dringend überarbeitet werden. Die anstehende Lüftungsmaßnahme wird circa 2,15 Millionen Euro kosten.

 

Auch die Parkierungsproblematik werde angegangen, blickte BM Helmut Renftle voraus. Angedacht sei ein Parkhaus mit 200 bis 250 Stellplätzen, und zwar an der Stadthallenseite mit der Rampenzufahrt. Auch die Verbesserung der Trennwand zwischen den beiden großen Sälen sei in der Prüfphase, um eine gleichzeitige Nutzung von Foggia-Saal und Klosterneuburg-Saal für verschiedene Veranstaltungen zu ermöglichen.

Info:

Der Wettbewerb zur Errichtung einer Stadthalle wurde bereits im Januar 1952 ausgelobt – damit war Göppingen eine der ersten Kommunen in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland, die sich dieser städtebaulichen Aufgabe widmete.

Der Baubeginn erfolgte 1953, die Eröffnung 1955.

Im Spätsommer 1998 wurde der Eingangsbereich um einen gläsernen Anbau inklusive Aufzug für seinerzeit 1,4 Millionen DM (718.000 Euro) erweitert.

2003 wurde die Stadthalle für 4,6 Millionen Euro unter anderem brandschutztechnisch saniert und der Stil der 50er Jahre, der Ende der 1970er Jahren verschwunden war, wieder aufgegriffen.

PM

 

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