Spielen ist keine verlorene Zeit

Rund 70 pädagogische Fachkräfte erhielten beim 2. Eislinger Krippenfachtag das Rüstzeug, um das kindliche Spiel bestmöglich zu fördern

spielsachenSpielen ist nach der UN-Kinderrechtskonvention ein Grundrecht jeden Kindes. Es fördert und stärkt die Selbständigkeit des Kindes. Umgangssprachlich heißt es, dass es kinderleicht sei, das Kinderspiel. Dass dem nicht immer so ist, wurde den Anwesenden aus allen Eislinger Kindertageseinrichtungen nach der Einführung durch die renommierte Bewegungstherapeutin Gerburg Fuchs aus Berlin klar.

Das Spielen ist die dem Kind eigene Art, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, sie zu erforschen, zu begreifen, zu erobern. Bei dieser scheinbar mühelosen Beschäftigung, die einem inneren Antrieb folgt, durchläuft das Kind die wichtigsten Lern- und Entwicklungsschritte. Was sich so leicht im Bildungs- und Orientierungsplan für die Kindertagesstätten liest, ist in der Realität – gerade bei den Kleinsten, den U3-Kindern – nicht immer ganz so einfach.

Denn, auf die pädagogischen Fachkräfte würden verschiedene pädagogische Fallen lauern, die die Aufmerksamkeit des Kindes stören können. So sei das gut gemeinte Helfen oder mündliche Hinweise geben beim spielerischen Erlernen einer neuen Fähigkeit für das Kind nicht immer förderlich, resümierte die Organisatorin und Mitreferentin des Fachtages, Dipl. Sozialpädagogin Kariane Höhn aus Tübingen.

In vier Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des gesamten Tages wertvolle Impulse und Anregungen für die tägliche Arbeit erhalten. Ebenso stand genügend Zeit für den fachlichen Austausch untereinander zur Verfügung.

Das Thema Krippenbetreuung ist erst seit kurzem auch Teil der Erzieherinnenaus- und -fortbildung. Die Stadt Eislingen/Fils hat gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche parallel mit Beginn dieser Betreuung im Jahr 2013 einen Qualitätsprozess gestartet. Die Eislinger Krippenleitlinien wurden im Mai 2015 vorgestellt. Sie werden seitdem in allen Eislinger Krippeneinrichtungen angewandt. Die Betreuung der kleinsten Kinder zwischen 1 und 3 Jahren, also den Krippenkindern unterscheidet sich sehr von der Betreuung der Kindergartenkinder. Ihre Bedürfnisse sind andere. Ihre Art der Betreuung und der Erziehung ist anders. Auch die Art des Spielens der Krippenkinder ist anders.

Petra Grus, Sachgebietsleiterin für Bildung und Betreuung sicherte bereits zu, dass weiterhin regelmäßige Fachtage stattfinden werden. „Eine gute Betreuung hat in Eislingen hohe Priorität.“

Foto (Urheber: Stadt Eislingen)

PM

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